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RHEINISCH-BERGISCHER KREIS
Die Leitstelle im Innenleben.

„112“ sitzt bald im Container hinterm Kreishaus

STADTGESPRÄCH. 112: Die Rettungsleitstelle an der Paffrather Straße platzt aus allen Nähten. Alles ist zu eng geworden, und am Equipment hat der Zahn der Zeit genagt.

VON WALTER K. SCHULZ

In der Wache Nord ist‘s eng geworden. Auch die Feuerwehr braucht mehr Platz, nicht nur die 112-Retter an Telefon und Bildschirm. Der Standort für eine Interimslösung ist gefunden: Die Kreisverwaltung erhielt den Auftrag, die Errichtung einer Leitstelle in Modulbauweise (hinterm Rübezahlwald-Kreishaus zwischen Hausmeisterhaus und Friedhof) umzusetzen. Für 2018 werden 1 Million Euro bereitgestellt.

Der Kreisausschuss war einstimmig. Auf Antrag von SPD-Sprecher Gerhard Zorn gab es einen Zusatz: Die Entscheidung, ob Ankauf oder Anmietung der Module zum Tragen kommt, muss nach einer ergebnisoffenen Ausschreibung durch den Kreisausschuss erfolgen und nicht allein von der Verwaltung. Das sei bei gängigen Vergaben üblich, so Zorn.

„Verhindert“ werden soll, dass die Leitstelle über acht Jahre hinaus dauerhaft beim Kreis steht. Denkbar ist die Ansiedlung an den Feuerwachen Süd oder Nord. Für Süd ist ein Neubau im Gespräch.

Auch die neue erforderliche Technik spielt eine Hauptrolle. CDU-Chef Johannes Dünner: „Es muss jetzt etwas getan werden. Es ist zu eng geworden, und die Technik ist veraltet.“

Rettungswache und Leitstelle sind noch unter einem Dach an der Paffrather Straße.

Seit einiger Zeit brüten Stadt und Kreis an einer Lösung. Auf dem Zanders-Gelände? No go. Zeitaufwand, Vergaberecht und vertragliche Umsetzung standen dagegen, so Dezernent Gerald Petri.

So blieb der Standort „Rübezahlwald“. Aber nicht im Haus, sondern auf der grünen Wiese zwischen Hausmeister und Friedhof. Ein Provisorium – für Brandschutz, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst! Die Modulbauweise ist am schnellsten realisierbar. Im neuen Leitstellenraum kann Lärmschutz groß, geschrieben werden, es gibt bessere Ruhemöglichkeiten und Raum für zusätzliche Monitore.

Eine Dauerlösung im Kreishaus ist aus Zeitgründen unmöglich. Lärm, Staub und Beeinträchtigungen des Leitstellenbetriebs verhießen auch nichts Gutes.

Zu den Zahlen: Das Interimsgebäude wird zweigeschossig. Fläche: 772 Quadratmeter. Nutzungsdauer: Acht Jahre (in dieser Zeit soll ein Neubau realisiert werden). Mögliche Anmietungszeit: fünf Jahre. Inbetriebnahme: 1. Mai 2019. Für die Kaufvariante haben die Experten für 2018 einen Bedarf von 1,8 Millionen und für 2019 rund 560.000 Euro ausgerechnet.

Rettungswagen vor der Wache Nord.

Das „Modul“ könnte demontiert und für andere Zwecke verwendet oder verkauft werden. Die Gesamtkosten bei einem Modul-Kauf werden auf 2,4 Millionen Euro geschätzt. Fürs Gebäude fallen alleine 931.000 Euro an. Die Technik verschlingt 640.000 Euro.

Die Feuer- und Rettungsleitstelle ist ständig besetzt. Alle Einsätze der Feuerwehren und des Rettungsdienstes werden zentral über die Notrufnummer 112 entgegengenommen und von den Mitarbeitern koordiniert. Außerdem nimmt die Leitstelle die bundeseinheitliche Rufnummer für Krankentransportwagen (KTW) 19222 entgegen. Alle ein- und ausgehenden Gespräche (Notrufe, Krankenwagenbestellungen, Funk, diverse Direktleitungen) werden hier abgewickelt. Waren im Jahr 2000 noch 28.000 Einsätze zu fahren, so kletterte die Zahl in 2016 auf 45.000.

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