Direkt zum InhaltDirekt zur Hauptnavigation
Gesundheit

90 Prozent der Kinder werden geimpft

Impfungen, Impfbereitschaft und -stoffe sind Dauerthemen, seitdem die Vakzine gegen das Coronavirus verfügbar sind. Es gibt aber noch wesentlich mehr Impfstoffe, die die Ständige Impfkommission (STIKO) des Dr.-Robert-Koch-Instituts empfiehlt.

VON KLAUS PEHLE

Neben den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wie Lockdowns und Kontaktbeschränkungen steht vor allem das Impfangebot zurzeit in der Diskussion. Noch nie wurde so viel über Impfstoffe, Impfbereitschaft und den Wirkungsgrad der Stoffe diskutiert. Dabei ist Deutschland eigentlich ein impffreudiges Land. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung lassen 90 Prozent der Eltern ihre Kinder impfen. Nicht erst seit Corona ist es die STIKO des Dr.-Robert-Koch-Instituts, das die Impfempfehlungen ausspricht.

Schwere Krankheiten

Dabei geht es vor allem darum, die Ausbreitung von Krankheitserregern einzudämmen, die schwerwiegende Komplikationen mit sich führen können. Ein gutes Beispiel für den Erfolg der Impfkampagnen ist zum Beispiel die Kinderlähmung. Die über das Poliovirus verbreitete Krankheit kann dauerhafte Lähmungen hervorrufen, das Virus kommt außer an den Polen weltweit vor. Durch konsequente Impfmaßnahmen kommen häufige Erkrankungen heutzutage aber nur noch in Teilen Asiens vor. Vor allem die Aufklärungsarbeit der Weltgesundheitsbehörde WHO hat die Erkrankungen zurückgedrängt. 1988 gab es weltweit noch 350.000 Fälle, in 125 Ländern ist die Zahl aber um 99 Prozent zurückgegangen.

Viele Impfungen Standard

In Deutschland gab es die letzte Ansteckung mit Polio 1990, 1992 registrierte man noch zwei eingeschleppte Infektionen. Hierzulande gehört die Polioimpfung zu den Standardimpfungen, die von der STIKO für Kinder ab dem Babyalter empfohlen werden. Außerdem stehen auf der Liste der STIKO die Impfungen unter anderem gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Mumps, Röteln und Masern. Denn auch die oft als harmlos angesehenen letzten drei genannten Kindererkrankungen können zu heftigen gesundheitlichen Komplikationen führen.

Masern für viele Pflicht

Am 1. März 2020 ist das Masernschutzgesetz in Kraft getreten. Es sieht vor, dass alle Kinder ab einem Jahr die von der STIKO empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Eine zweite Impfung ist ab zwei Jahren vorgesehen. Die durch Viren verbreitete Krankheit mit den Symptomen Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen und der typischen weißen Fleckenbildung kann nicht ursächlich behandelt werden und zu größeren Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen führen. Das Gesetz schreibt die Zweifach-Impfung auch für Beschäftigte von Gemeinschaftseinrichtungen, medizinisches Personal, Erzieher und Erzieherinnen vor.

Eine gute Übersicht zu der Arbeit der Ständigen Impfkommission und der von ihr empfohlenen Schutzimpfungen gibt es auf der Seite www.impfen-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuell

Sirenen können auch heute noch Leben retten

STADTGESPRÄCH. Dem Klang der Sirenen konnte schon in der Antike niemand entkommen. Seefahrer wurden vom Gesang der Sirenen angelockt und starben dann auf deren Insel. Lediglich
Orpheus und Odysseus konnten diese Fabelwesen aus der griechischen Mythologie überlisten … was Sirenen heutzutage bewirken, erzählt Elmar Schneiders von der Feuerwehr Bergisch Gladbach.mehr Informationen

Aktuell

Flutkatastrophe

STEUERTIPP. Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen.mehr Informationen

Aktuell

Die Sache mit dem Desinfektionsmittel

RECHTSTIPP. Fristlose Kündigung ohne Abmahnung – in diesem Fall rechtens.mehr Informationen

Gesundheit

Am Tag der Operation schon wieder mobil

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach. Dr. med. Marc K. Schuler ist seit zwei Jahren Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie. mehr Informationen

Gesundheit

Lecker und gesund in die Schule

ERNÄHRUNG. Die Verbraucherzentrale NRW hat ein paar wertvolle Tipps veröffentlicht, damit Schulkinder einen gesunden, aber auch leckeren Schulalltag erleben.mehr Informationen

Gesundheit

Staffelstabübergabe in der Praxis für Neurochirurgie

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach. Metin Kalkan führt die Praxis für Neurochirurgie am EVK als Nachfolger von Dr. med. Albert Merizian.mehr Informationen