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Achtes Filmfestival in GL – 5. bis 9.11.: „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“

GL informiert. Inklusion, Integration & Mehrgenerationenleben: Auch diesmal geht es wieder um die verschiedensten Lebenssituationen – selbst an die jüngsten Mitbürger haben die Verantwortlichen gedacht.

Nahaufnahmen filmischer Art aus dem Leben verschiedenster Menschen werden in der ersten Novemberwoche in Bergisch Gladbach zu sehen sein. Den Auftakt macht am Montag, dem 5. November, das heitere und anrührende Generationenportrait „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ im Bergischen Löwen. Zwei Paare und ein leidenschaftlicher Hallodri ziehen zusammen, um Alter und Krankheit die Stirn zu bieten. Die daraus entstehenden Konflikte werden schnell zu Dramen, die die Freundschaft gehörig auf die Probe stellen. Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema, die von Doro Dietsch moderiert wird.

Am darauffolgenden Dienstag wird im Kino-Center Schlosspassage „Nur wir drei gemeinsam“ zu sehen sein. Mit einer guten Portion Humor wird die Flucht einer Familie aus dem Iran erzählt. In den 1970er-Jahren haben sie sich erst gegen das Schah-Regime und später gegen die Schergen des Ayatollah Khomeini gewehrt, bevor sie nach Frankreich flohen. Das Familiencredo dabei bleibt: „Nur wir drei gemeinsam“, und beweist, dass alles möglich ist. Gabriele Atug-Schmitz, Koordinatorin der Flüchtlingsarbeit im Kreisdekanat, wird im Anschluss ein Gespräch führen.

„Weil du mir das Gefühl gibst, normal zu sein“, antwortet Daniel auf die Frage seiner Freundin, warum er sich ausgerechnet in sie verliebt hat. Daniel leidet unter dem Down-Syndrom und hat es als erster in Europa mit diesem Handicap geschafft, ein Hochschulstudium zu absolvieren und als Sozialarbeiter zu arbeiten. Der Film „Me too – Wer will schon normal sein?“ erzählt am Mittwochabend im Kino-Center Schlosspassage seine Geschichte. Im anschließenden Gespräch wird Thomas Herres von der Begegnungsstätte der Lebenshilfe mehr über das Thema Leben mit Behinderung erzählen.

Am Donnerstag zeigt der Film „Beskas“ die irrsinnige Reise zweier irakischer Waisenbrüder, die mit ihrem Esel nach Amerika wollen. Nachdem sie den Film „Superman“ im Kino gesehen haben, steht für sie fest, dass die Reise schnell gelingt. Denn das Land ihrer Träume liegt „direkt hinter dem nächsten Hügel“. Doch die Realität sieht leider anders aus. Denis Robers, Leiter des Jugendmigrationsdienstes, lädt im Anschluss an den Film zu einem Gespräch im Kino-Center Schlosspassage.

„Augie“ ist ein aufgeweckter Junge und dennoch seit seiner Geburt ein Außenseiter. Aufgrund eines Gendefektes ist sein Gesicht entstellt, sodass seine Eltern entscheiden, ihn zu Hause zu unterrichten. Als er zehn Jahre alt wird, darf er jedoch auf eine Regelschule gehen. Gezeigt wird der Film am Freitag im Kino-Center Schlosspassage. Im Anschluss führt Linda Wittowski von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung des Rheinisch-Bergischen Kreises ein Gespräch mit allen Interessierten.

Auch an die kleinsten Mitbürger haben die Organisatoren gedacht: Im Bensberger Puppenpavillon wird das Stück „Plum sucht einen Freund“ aufgeführt. Plum ist ein Zwilch – eine Mischung aus einem Zwerg und einem Knilch. Anschaulich werden den jungen Zuschauern die Werte der Freundschaft vermittelt.

„Dieses und noch viele weitere Angebote sind den lokalen Vereinen und Organisationen zu verdanken, die diese Veranstaltung planen und durchführen.“, freut sich Bürgermeister Lutz Urbach über dieses besondere Filmfestival in Bergisch Gladbach.

Alle Kinosäle sind barrierefrei zu erreichen. Die Gespräche werden durch Gebärdendolmetscher übersetzt. Für Menschen mit Hörgeräten steht ein individueller Empfang zur Verfügung.


www.bergischgladbach.de/filmfestival-nahaufnahme.aspx

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