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Das alte Bad am Mohnweg steht unter den Fittichen von Hausmeister Rainer Fröhlingsdorf, der gerade eine Wasserprobe nimmt.

Am Mohnweg wird weiter geschwommen und getaucht

Rettung für den Schwimm- und Sportkomplex am Mohnweg in Refrath: Parteien des Rates haben jetzt den Abriss und Neubau des Bades angekündigt.

VON WALTER K. SCHULZ

Das Refrather Aktionsbündnis für das Bad am Mohnweg kämpfte mit großer Leidenschaft. Mit Erfolg! Noch vor oder nach den Sommerferien will der Rat zustimmen. 4.291 Unterschriften, gesammelt per Online-Petition, wurden CDU und SPD in die Hand gedrückt. Daraufhin richtete Bündnis-Koordinator Volker Schiek (SPD) einen Appell an die Rats-Koalition, in ihren Fraktionen für eine zügige Entscheidung zugunsten des Standortes zu werben.

Michael Wilke (Förderverein) weist auf eine Besonderheit hin: Das Bad werde in der Woche von gut 1.000 Menschen genutzt, aus Vereinen und aus sechs Grundschulen (im Schwimmunterricht). Bis dato hatte der Förderverein schon „trotz begrenzter Mittel mehr als 30.000 Euro aus eigenen Mitteln in das Schwimmbad investiert“, so Wilke.

Für Refrath mit seinen 24.000 Einwohnern sei das Bad von großer Bedeutung, erklärt Winfried Krux vom Bürger- und Heimatverein. Viele Refrather und ihre Kinder hätten am Mohnweg schwimmen gelernt, jetzt die Enkel. Seit fast 20 Jahren ist das Bad bei allen Etatberatungen Thema gewesen, sagt Klaus Waldschmidt (SPD). Aber aus unterschiedlichen Gründen habe man keinen Finanzierungsweg gefunden. Nun gebe es eine neue Situation, weil die Bädergesellschaft als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt ins Boot klettere. Es sei jedem ersichtlich, „dass wir den Schulkindern aus Bensberg und Refrath nicht lange Busfahrten zum Schwimmunterricht zumuten können“, so Waldschmidt.

Vizebürgermeistrer Josef Willnecker (CDU) meint, schon alleine aus Kapazitätsgründen müsse der Mohnweg erhalten bleiben. Grund: Die anderen städtischen Bäder könnten die Bedarfe nicht ausgleichen.

Einstimmig votierte auch die CDU dafür, dass die Bagger anrollen sollen. Die Stadt soll 5,8 Millionen Euro bereitstellen und prüfen, ob sich noch höhere Ausgaben für 25-Meter-Bahnen rechtfertigen ließen. CDU-Chef Dr. Michael Metten: „Den von den Vereinen gewünschten 25-m-Bahnen werden wir allerdings nur zustimmen, wenn sich der Rahmen für die Mehrkosten in Grenzen hält.“

Die Linke/Bürgerpartei GL setzt sich ebenfalls für einen Neubau ein, weil die Schäden an der Bausubstanz massiv seien. Nach Auskunft der Verwaltung seien überdies in den Gebäuden der Wilhelm-Wagner-Schule Schadstoffe, besonders PCB, gefunden und beseitigt worden. Es liege nahe, dass das Schwimmbad ebenso belastet ist, da es zeitgleich gebaut wurde und Jahrzehnte lang die Heizungsanlage für den Gesamtkomplex beherbergte.

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