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Leben + Geniessen

Da geht doch was!

Der Papiermacher zeigt sich in dieser Folge angenehm beeindruckt bis begeistert. Worüber? Lest selbst …

Natürlich. Das war eine Katastrophe. Eine richtige Katastrophe. Der Begriff wird heute ja auch schon mal inflationär benutzt. Ein Steinchen im Schuh? Ein verrutschtes Augenbrauen-Piercing? Eine Mücke im Zimmer oder sogar zwei? „Katastrophe“ rufen viele da gerne mal schnell. Weil wir ja kaum echte Katastrophen erleben müssen und auch wenige von uns richtige Katastrophen erlebt haben.

Wenn aber Häuser und Straßen, Gleise und Wege zerstört sind, Versorgungsleitungen über Wochen hin nicht reparierbar sind, wenn Menschen vor dem existenziellen Nichts stehen und wirklich alles verloren haben, was sie hatten – dann ist das eine. Hier in Bergisch Gladbach war das nach den Unwettertagen am 14. und 15. Juli teilweise so und natürlich in noch schlimmeren Dimensionen in Erftstadt, im Ahrtal, in der Vulkaneifel.

An dieser Katastrophe gibt es auch nichts Schönes und nichts Gutes. Aber vielleicht hat sich nach den Unwettern ein kleiner Lichtblick gezeigt, der vor allem den pessimistischsten Menschen unserer Gesellschaft gezeigt hat: Da geht doch was. Und zwar in Sachen Hilfsbereitschaft, Solidarität und vielleicht sogar, ich weiß es klingt antiquiert, vielleicht sogar in Sachen Nächstenliebe. Nachbarn sprangen spontan und uneigennützig ein und halfen bei der Beseitigung der Schäden und des Schmutzes. Besorgten Lebensmittel, weil die Supermärkte geschlossen waren.

Menschen aus dem Bergischen fuhren mit Schippen und Eimern Richtung Ahr, Erftstadt und Eifel, um zu helfen. Spendeten Geld, damit sich die am schlimmsten betroffenen Menschen zumindest wieder die lebensnotwendigsten Dinge kaufen konnten.

Mit so einer Welle der uneigennützigen Hilfe hatten viele schon gar nicht mehr gerechnet. Die Welt sei nur noch voller Egoisten, unmenschlich und nur noch auf den eigenen Vorteil sei diese Gesellschaft ausgerichtet. Aber nix da. Es geht was in unserer Welt. Vielleicht nehmen wir von dieser positiven Welle ja etwas mit in den Alltag nach der Katastrophe. Weil wir gesehen haben, wie gut es tun kann, wenn wir uns gegenseitig helfen und unterstützen, wenn uns in der Not geholfen wird und wie gut es tut, wenn man anderen helfen kann.

Denkt mal drüber nach,

Euer Papiermacher

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