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Das Coronavirus – Was tun, wenn es nach Bergisch Gladbach kommt?

STADTGESPRÄCH. Immer mehr Coronavirus-Todesfälle meldet die chinesische Regierung. Dieses Virus ist genetisch mit dem SARS-Virus verwandt, das um 2002/2003 rund 800 Todesopfer forderte. Ursprungsort: Wuhan.

VON HANS-WERNER KLINKHAMMELS

Derzeit geht man davon aus, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan angesteckt haben. Der Markt wurde am 1. Januar 2020 geschlossen, obwohl keine 100-prozentige Sicherheit besteht, dass der Tiermarkt tatsächlich Auslöser der Epidemie ist.

Wie wird das Virus übertragen und wie macht es sich bemerkbar? Das ist für viele die wichtigste Frage. Es wird jedenfalls primär über die Sekrete der Atemwege übertragen. Milde Erkältungszeichen mit Husten und Schnupfen, aber auch schwere Infektionen der unteren und oberen Atemwege, Lungenentzündung, Durchfall. Es heißt, dass Todesfälle nur bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen auftreten. Schutz vor der Übertragung ist vor allem durch besondere Hygiene möglich. Sorgfältiges Händewaschen steht hier an erster Stelle, eventuell ein Mundschutz und sicherlich Abstand zu bereits erkrankten Personen halten.

Dazu sagt das Robert Koch-Institut:
Es handelt sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde Situation. Mit einem Import von weiteren einzelnen Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere einzelne Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China ist aktuell weiterhin gering. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es wichtig, Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten.

GL KOMPAKT hat dazu bei der Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises angefragt. Das dortige Gesundheitsamt ist auch zuständig für die Kreisstadt und beantwortete über die Pressestelle die Fragen:

Wie genau würde in Bergisch Gladbach reagiert werden können, wenn hier ein Fall aufträte und welche Behörden würden hier Maßnahmen ergreifen und wie würden diese koordiniert?
Wir richten uns nach den Leitlinien des Robert Koch-Instituts. Aufgabe des Gesundheitsamtes ist es, die Kontaktpersonen ausfindig zu machen, damit man die eventuelle Ansteckungskette lückenlos nachweisen kann. Ergibt sich daraus ein bestätigter Verdacht, wird dieser umgehend weitergemeldet. Für die Bevölkerung in BRD besteht aktuell nur eine geringe Gefahr. Wir verfügen hier über ein gutes Gesundheitssystem und – falls es doch zu Ansteckungen kommen sollte – über genügend Möglichkeiten, die Personen zu isolieren. Ist die Meldekette einmal in Gang gesetzt, sucht unser Gesundheitsamt die Kontaktperson, dann geht es weiter … Kliniken, Hausarzt und schließlich Robert Koch-Institut.

Gibt es besondere Vorsichtsmaßnahmen, die in Bergisch Gladbach getroffen werden?
Jeder kann und sollte persönlich seine eigenen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Hier steht die Hygiene an erster Stelle. Die Hände sollten häufiger gewaschen werden, man sollte nicht mit schmutzigen Händen in die Augen fassen. Zudem sollte man sich nicht unbedingt in Menschenmassen aufhalten, wenn doch, dann anschließend wieder Hygienemaßnahmen ergreifen.

Wenn ein Bürger hier einen Virenverdacht hegen würde, beispielsweise gegenüber einem Nachbarn oder sich selbst, an wen müsste sich der besorgte Bürger wenden?
Wenn jemand einen Verdacht hat, müsste er als erstes den Hausarzt informieren. Hier am besten am Telefon schon darüber sprechen. Denn es macht keinen Sinn, sich mit einer möglichen ansteckenden Krankheit in ein voll besetztes Wartezimmer zu begeben. Der Hausarzt würde in einem solchen Fall alles Weitere veranlassen.Viele Fragen werden unter www.rbk-direkt.de/informationen-zum-coronavirus.aspx beantwortet. Hier finden sich auch Links zum Robert Koch-Institut und zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Erster Ansprechpartner sollte aber stets der Hausarzt sein.

Für Fragen zum Coronavirus steht zudem die Telefon-Hotline des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-
Westfalen (MAGS NRW) zur Verfügung. Diese ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr unter 0211 8554774 zu erreichen. Ärzte können sich mit dringenden Fachfragen auch an die Nummer 02202 132223 wenden.

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