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Der Gestaltungsbeirat – externe Fachleute diskutieren Bauvorhaben

Das Erscheinungsbild einer Stadt ist einem stetigen Wandel unterzogen, da Städteplanung ein sehr komplexer Prozess ist. Hierauf muss mit Augenmaß reagiert werden. Chancen und Risiken müssen erkannt und sinnvoll eingesetzt werden. Zielsetzung sollte eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung sein, die vorhandene Qualitäten berücksichtigt.

VON MICHAEL SCHÜPPEL

Selbst die beste Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung sichert noch nicht eine hohe Gestaltqualität. Daher hat sich der Rat der Stadt Bergisch Gladbach im April 2014 entschlossen, einen Gestaltungsbeirat zu etablieren. Dieses Fachgremium, dessen Mitglieder ihren Wohn- und Geschäftssitz nicht in Bergisch Gladbach haben dürfen, diskutiert mit Architektinnen/Architekten und Bauherrinnen/Bauherren Fragen der Gestaltung einzelner Projekte im städtebaulichen Kontext.

Matthias Fritzen ist der Beiratsvorsitzende und erläutert die Aufgaben der Fachleute: „Wir schauen als externe Bauexperten mit einem etwas anderen Blick auf die eingereichten Bauanträge in den Gebieten, die aufgrund ihrer Funktion oder ihrer Position im vorhandenen Stadtbild von herausgehobener Bedeutung sind.“ In der Regel werden fünf Projekte zur Vorstellung in den Sitzungen des Gestaltungsbeirates ausgewählt. Dabei kann es sich sowohl um öffentliche als auch um private Baumaßnahmen handeln. Ausschlaggebend sind Lage, Umfeld, Größe oder Nutzung, die als prägend angesehen werden. Aber auch denkmalgeschützte oder den Stadtraum dominierende Bauten werden dem Gestaltungsbeirat vorgelegt.

Zurzeit werden fünf aktuelle Bauprojekte diskutiert. Der Einfluss des Gestaltungsbeirats fällt bei diesen Beispielen unmittelbar ins Auge: Ein Neubau in der Laurentiusstraße hat sich nach der Beratung in der Höhe verändert. Die Fassade eines Gebäudes in der Paffrather Straße wurde intensiv diskutiert. Auch die Ausnutzung der Fläche des ehemaligen Ausflugslokals Kickehäuschen in Refrath war im ersten Entwurf nicht im Sinne des Beirats.

Diskutiert werden auch ein Mehrfamilienhaus in der Handstraße und ein Wohn- und Gebäudekomplex in der Richard-Zanders-Straße.

Die Leitung des Beirates lag seit 2014 in den Händen von Dipl. Ing. Architektin Dorothea Corts, die zuvor lange in der Bauaufsicht der Stadt tätig war. Nach ihrem altersbedingten Ausscheiden hat Dipl. Ing. Architektin Barbara Reiff-Sagroda seit August 2019 die Geschäftsstellenleitung übernommen.

Die Mitglieder des Gestaltungsbeirates

Dipl.-Ing. Matthias Fritzen, Architekt (Vorsitzender), Ahlen/Münster

Dipl.-Ing. Michael Arns, Architekt, Freudenberg

Dipl.-Ing. Bernadette Heiermann, Architektin, Köln

Dipl.-Ing. Regina Stottrop, Stadtplanerin, Köln

Dipl.-Ing. Friedhelm Terfrüchte, Landschaftsarchitekt, Essen

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