Direkt zum InhaltDirekt zur Hauptnavigation
Aktuell

Der Gestaltungsbeirat – Wie sieht die Arbeit dieses Gremiums aus?

AKTUELLES. Die Arbeit des Gestaltungsbeirates ist vielfältig. Öffentliche oder private Baumaßnahmen, Veränderungen an historischen Gebäuden oder auch den Stadtraum dominierende Plätze oder Grünanlagen können ihm vorgestellt werden. Wie das genau passiert, erklärt Barbara Reiff-Sagroda.

VON HANS-WERNER KLINKHAMMELS

Seit 2015 gibt es in der Stadt den Gestaltungsbeirat. Das unabhängige Gremium ist eingesetzt, bestehende architektonische und städtebauliche Qualitäten zu sichern und die Alltagsarchitektur des Stadtbildes zu verbessern. „Dieser Prozess fördert auch die Bewusstseinsbildung für Baukultur in Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung“, sagt die städtische Architektin Barbara Reiff-Sagroda. Die fünf Beiratsmitglieder – Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten – verfügen über hohe Fachkompetenz, haben jedoch keine rechtliche Entscheidungsbefugnisse. Sie sind ausschließlich beratend tätig, ohne dabei den bestehenden Planungs- und Genehmigungsprozess zu verzögern.

Alle zwei Monate kommen die Fachleute zusammen, um über Bauvorhaben zu diskutieren, die von städtischer oder privater Seite vorgestellt werden. Die Auswahl der Bauvorhaben erfolgt über die Geschäftsstelle, die Reiff-Sagroda vom Fachbereich Planen und Bauen leitet – in Abstimmung mit Vorgesetzten und dem Vorsitzenden des Beirats. Die Vorstellung erfolgt durch die Planer und die Bauherren. Allerdings haben weder Stadt noch private Bauherren die Pflicht, ein Bauvorhaben zu präsentieren.

Barbara Reiff-Sagroda vor einem Haus in der Laurentiusstraße, das durch die Anregung des Beirates um ein Stockwerk erhöht wurde, sodass sich die Proportionen besser in die innerstädtische Bebauung einfügen.

Der Beirat arbeitet ehrenamtlich, ist Berater der Bürger und der Verwaltung. Im besten Fall gelingt es ihm, Bauprojekte durch seine Empfehlungen zu verschönern und für das Umfeld bereichernder zu gestalten.

So ist der Gestaltungsbeirat auch über die Planungen zur Sanierung des Quartiersplatzes in Bensberg (siehe GL KOMPAKT Ausgabe Juni) informiert. Seine Einbindung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Öffentlichkeit wird über die Arbeit des Gestaltungsbeirates auf der Sitzung des Planungsausschusses nach der Sommerpause in einem Jahresrückblick informiert. Der Grund: Die Beiratstreffen sind nicht öffentlich. Die Mitarbeiter des Beirates und der Verwaltung sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, damit Planende und Bauherren die Möglichkeit haben, ihre Projekte in einem geschützten Raum vorzustellen.

So versucht der Gestaltungsbeirat, Planungen zu verbessern, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuell

Sirenen können auch heute noch Leben retten

STADTGESPRÄCH. Dem Klang der Sirenen konnte schon in der Antike niemand entkommen. Seefahrer wurden vom Gesang der Sirenen angelockt und starben dann auf deren Insel. Lediglich
Orpheus und Odysseus konnten diese Fabelwesen aus der griechischen Mythologie überlisten … was Sirenen heutzutage bewirken, erzählt Elmar Schneiders von der Feuerwehr Bergisch Gladbach.mehr Informationen

Aktuell

Flutkatastrophe

STEUERTIPP. Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen.mehr Informationen

Aktuell

Die Sache mit dem Desinfektionsmittel

RECHTSTIPP. Fristlose Kündigung ohne Abmahnung – in diesem Fall rechtens.mehr Informationen

Aktuell

Wahlen und Werbung – Was in der Stadt erlaubt und verboten ist

KOMMUNALPOLITIK. „Bestenfalls wird man von der Masse der Wahlplakate nicht erschlagen“, so sagen die einen. „Ich bin froh, umfassend informiert zu werden“, argumentieren die anderen. Wo aber ist die Grenze und was ist strikt verboten? GL KOMPAKT ist der Sache nachgegangen.mehr Informationen

Aktuell

Heimat-Preis 2021 – Bewerbungsphase noch bis 15. September

GL informiert. „Heimat“ ist für jeden Menschen etwas anderes. Während es für die einen ein ganz spezieller Ort ist, sind es für die anderen die Familien und Freunde oder gar ein bestimmtes zubereitetes Essen. Der Begriff „Heimat“ ist vielseitig und diese Vielseitigkeit wird auch in diesem Jahr in Form des Heimat-Preises prämiert.mehr Informationen

Aktuell

Kooperationen und Digitalisierung

IM PROFIL. Seit dem 1. Juli ist der diplomierte Jazz-Musiker Peter Protschka Leiter der städtischen Max-Bruch-Musikschule. Zwei Dinge will er vor allem voranbringen: den weiteren Ausbau von Kooperationen und die digitale Musikschule.mehr Informationen