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Finanzen + Handwerk

Der Handwerker – passen soll er und seriös muss er sein

Das kennt man. Am Wochenende sitzt die Familie beisammen und beschließt, im ganzen Haus neue Fenster einsetzen zu lassen. „Wird ja auch mal Zeit“, so heißt es.

Richtig. Nach knapp 25 Jahren sollten die alten Holzfenster, so gut sie auch gepflegt sein mögen, ersetzt werden. Mit neuer Dreifachverglasung und vielleicht in pflegeleichtem Kunststoff und möglicherweise auch mit besonderen Sicherungen gegen Einbruch.

Sieben hohe Fenster mit Türen zur Terrasse, vier große Fenster, sechs kleine Fenster. Also ein Auftrag, der schon mehrere tausend Euro wert ist. Doch jetzt wird es kompliziert. Wie findet unsere Beispielfamilie einen seriösen Handwerker, der diese Arbeiten zu aller Zufriedenheit ausführt?

Zunächst sollte im Freundeskreis angefragt werden. Nach dem Motto: Wer kennt einen oder hat schon mal mit einem gearbeitet? Dann werden die Anzeigen in der Zeitung oder im Internet durchforstet. Hier sollte man schon darauf achten, welche Qualifikationen oder Referenzen der Betrieb vorweisen kann. Nun holt sich unsere renovierungswillige Familie ein paar Kostenvoranschläge ins Haus. Besser noch Angebote. Denn bei Kostenvoranschlägen können die Endpreise um bis zu 15 bis 20 Prozent nach oben schnellen – an Angebote sind die Betriebe gebunden. Dann ist wieder der Familienrat gefragt, denn jetzt wird gecheckt, verglichen und gerechnet. Sind alle notwendigen Arbeiten aufgeführt? Gibt es irgendwo Schlupflöcher? Nun wird der Vertrag geschlossen, der alle Arbeiten, Materialien und Preise enthalten sollte.

Nach der Fertigstellung der Arbeiten überprüft die Familie gemeinsam mit einem befreundeten Architekten das Ergebnis und begleicht die Rechnung – es sei denn, es sind Mängel aufgetreten, die noch behoben werden müssen. Bei der Rechnungserstellung achtet man darauf, dass die entstandenen Kosten in separaten Posten aufgeführt sind, damit etwa die Handwerkerarbeitsstunden von der Steuer abgesetzt werden können.

Einen Tipp hat noch Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land: „Bestenfalls sollte es sich um einen Meisterbetrieb handeln, der vielleicht sogar alt eingesessen ist, auf einen übersichtlichen Internetauftritt verweisen kann, einen guten Ruf hat und eventuell sogar Innungsmitglied ist. Ein Gütesiegel gibt es nicht, aber wenn einer niedrige Fantasiepreise offeriert, ist zumeist Vorsicht
geboten.“

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