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Digitalisierung und Schüler im Netz

Das Zauberwort „Digitalisierung“ nimmt auch die Politik immer wieder in den Mund. Was passiert rund um Gladbach? Und wie sieht‘s in den Schulen aus? Ein Beispiel.

VON WALTER K. SCHULZ

Digitalisierung. Da darf es nicht an intakten Leitungen hapern. Was nutzt es, wenn jemand sozusagen auf „selbigen“ steht? Beim Surfen muss es „fluppen“. Der Kreistag hat ein „Technologie-Upgrade“ beim Breitbandausbau beschlossen, und der Aufnahme von bergischen Rhein-Sieg-Kommunen in die Tourismusvermarktungsorganisation „Das Bergische“ zugestimmt. Die Politiker waren sich einig, dass es sinnvoll sei, beim flächendeckenden Breitbandausbau auf zukunftsweisendere Technologien zu setzen. In unterversorgten Gebieten im Kreis soll nun das schnelle Internet mit der Glasfasertechnologie bis ans Haus gelegt werden – bislang war es nur möglich, eine Förderung für die Versorgung bis in die Nähe des Gebäudes zu erhalten, so der Kreis. Das neue Förderprogramm sieht nun ein Technologie-Upgrade vor, und die Verwaltung wird den entsprechenden Antrag beim Bund stellen.

Die Digitalisierung hat längst die Schulen erreicht. Ein Beispiel: Was bedeutet das Recht am eigenen Bild, wie generiere ich ein sicheres Passwort, und wie schütze ich meine Privatsphäre? Schülern der Realschule und des Gymnasiums am Schulzentrum in der Nachbargemeinde Odenthal raucht bei einem IT-Projekttag der Kopf.

„Digitale Bildung ist ein sehr vielschichtiges Thema: Hier müssen Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen einbezogen werden und auch voneinander lernen. Prävention ist dabei genauso wichtig wie die Vermittlung von Fachkenntnissen“, sagt Kreisdirektor Dr. Erik Werdel. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten und Schirmherrn des Projekts, Dr. Hermann-Josef Tebroke, besuchte er die Workshops und spricht den Umgang mit sozialen Netzwerken an. „WhatsApp-Nachrichten oder SMS sind schnell gepostet und lassen sich nicht mehr zurückholen. Daher ist es wichtig, dass man die nötige Kompetenz dazu hat, besonnen damit umzugehen“, so Tebroke. Ziel des Projektes ist es, die Schüler im Umgang mit Smartphones und Apps zu sensibilisieren, gegenüber den Risiken der digitalen Welt zu stärken und Möglichkeiten zur selbstbestimmten Nutzung aufzuzeigen.

Kinder und Jugendliche sind bereits „jung“ im Internet unterwegs und nutzen digitale Medien: Laut Studien sind 68 Prozent der 14-Jährigen in Netzwerken wie Instagram aktiv, und der Messaging-Dienst WhatsApp ist aktuell für 94 Prozent der 12- bis 19-Jährigen der meist genutzte Online-Kommunikationsdienst. Dennoch fehlt häufig das Wissen darüber, welche gesetzlichen Regelungen es gibt, wie die Jugendlichen ihre Daten schützen und worauf sie achten sollten.

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