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Europa für junge Leute

Jung in GL. Das Thema Europa ist weit weg? Nicht wirklich. Für junge Menschen ist zum Beispiel das Erasmus-Programm interessant, wenn man Teile des Studiums im Ausland absolvieren will. Ab 2021 soll es in ausgebauter Form neu starten.

VON KLAUS PEHLE

Die Europawahl steht vor der Tür und manch einer fragt sich, wofür er da überhaupt wählen gehen soll. Manchmal scheint Europa weit weg, ist es aber gar nicht. Von dem europaweiten Studienprogramm Erasmus, die aktuelle Auflage des Programms nennt sich „Erasmus+“, haben von 1987 bis 2017 rund 4,4 Millionen Studierende in ganz Europa profitiert. In Deutschland waren es etwa 650.000 junge Menschen, die mit den Fördermitteln aus der EU Teile ihres Studiums an Universitäten oder Bildungseinrichtungen im europäischen Ausland absolvierten.

Das Programm soll generell die Beschäftigungsfähigkeit durch den Ausbau sprachlicher und persönlicher Kompetenzen erhöhen und natürlich soll es Europa zusammenbringen. In Bergisch Gladbach sind es die Fachhochschule der Wirtschaft und das „b.i.b. International College“, deren Studierende im Rahmen ihres Studien- und Ausbildungsganges an den Erasmus-Förderprogrammen partizipieren.

Im März hat jetzt das EU-Parlament dafür gestimmt, die Mittel des akademischen Förderprogramms zu verdreifachen, damit noch mehr junge Menschen als bisher von den Möglichkeiten profitieren können. Das Nachfolgeprogramm zu „Erasmus+“ soll dann ab 2021 für sieben Jahre in Kraft treten und die EU-Kommission wünscht sich, dass noch mehr junge Menschen über diese EU-Bildungsförderung in ihren Kompetenzen gestärkt werden. Mit einer Gesamtfördersumme von 30 Milliarden sollen dann rund zwölf Millionen Menschen in dem Programmzeitraum an unterschiedlichen Formen des Austauschs teilnehmen können und von der Projektförderung profitieren.

Das Programm in seiner derzeitigen Version umfasst vielfältige Förderungsmöglichkeiten: So können mit Erasmus zum Beispiel Auslandspraktika (ab zwei Monate) während des Studiums gefördert werden, darin enthalten sind auch Lehramtsassistenzen. Auslandsaufenthalte von Studierenden an einer europäischen Universität können mehrfach, in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) bis zu zwölf Monaten gefördert werden. Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können das mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen durch das Förderprogramm tun. Und wer Bedenken hat, dass seine Sprachkompetenzen für ein Leben und das Studieren im Ausland nicht ausreicht, der kann zur Verbesserung der Fremdsprachenkompetenz einen Online-Sprachkurs absolvieren. 24 Sprachen werden angeboten.

Die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD unterstützt bei der Antragstellung für die Aufnahme in eine Förderung. Dazu gibt es die kostenlose Servicenummer: 0800 2014020.

Alle Infos zu „Ersamus+“ auf www.www.erasmusplus.de

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