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Leben + Geniessen

Frohsinn trotz Fastenzeit

Der Papiermacher überlegt dieses Mal für Sie, auf was er in der Fastenzeit eigentlich gerne verzichten würde.

Steigende Strompreise, höhere Kontoführungsgebühren und sogar das Lottospiel wird in diesem Jahr teurer: Das Fasten wird einem 2020 wirklich leicht gemacht. Ja, für einen Normalverdiener wird es quasi zur Pflicht, nach Karneval den Gürtel enger zu schnallen und bis Ostern auf trocken Brot als Hauptnahrungsmittel umzusteigen. Na, ja, vielleicht ist ja auch noch ein rohes Möhrchen drin …

Sicher, Fasten ist eine religiöse Tradition und tut einem sicher für eine Weile auch ganz gut. Aber mal ehrlich, ich würde gerne mal sieben Wochen auf ganz andere Dinge verzichten als auf ein saftiges Schnitzel, ein frisches Kölsch (oder auch zwei) und am Abend noch ein lecker Schokolädchen. Wie wäre es denn mal, wenn Politik und Verwaltung für sechs Wochen darauf verzichten würden, uns schlechte Nachrichten zu präsentieren. Zum Beispiel bei ihren Rechnungen für das geplante Stadthaus am S-Bahnhof.

2016 sollte der schicke Kasten noch 33 Millionen kosten, ein Jahr später schon knapp 53 Millionen und Ende letzten Jahres waren es fast 60 Millionen. Jetzt heißt es, eine seriöse Kostenrechnung sei erst 2021 möglich. Zu dem Zeitpunkt soll ja sogar der Berliner Flughafen schon eröffnet haben. Da glaube ich zwar auch noch nicht dran, aber wie komme ich jetzt überhaupt darauf?

Verzichten könnte ich bis Ostern aber auf andere Sachen in Bergisch Gladbach: auf den täglichen Stop-and-Go-Berufsverkehr, auf unkoordinierte Baustellenarbeiten, auf kaputte und unter Sanierungsstau leidende Schulgebäude, auf zu wenig Kita-Plätze, auf die immer schlimmer werdenden Missbrauchs-Meldungen … Eine ganze Menge eigentlich, aber da werden die sechs Wochen Fastenzeit leider nicht ausreichen, um all‘ diese Missstände zu beheben.

Ich werde jedenfalls auf Schnitzel, Kölsch und Schokolade verzichten. Erstens, weil es gesund ist und zweitens, damit ich mir auch in der zweiten Jahreshälfte noch Strom, Konto und Lotto leisten kann. Nicht aber verzichten werde ich auf meinen Frohsinn. Da steht nämlich nichts von drin in den Fastenregeln. Und außerdem gibt es ja auch noch den Sonntag für die leckeren Dinge mit dem „sch“ im Namen. Denn, ich weiß nicht, ob sie es wissen: Die Fastenzeit zählt 40 Tage. Und die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern wären 49 Tage. Der Sonntag zählt aber nicht dazu. Also: Vielleicht sehen wir uns ja nächsten Sonntag in der Stadt bei Schnitzel und Kölsch? Dann kriegen Sie auch ein Schokolädchen von mir,

herzlichst
Ihr Papiermacher

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