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Gesundheit

„Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach: Informationsabend am Donnerstag, 8. November, im Bergischen Löwen mit ausgewiesenen Experten im Rahmen des bundesweiten Herzmonats.

Prof. Dr. med. Hans-Peter Hermann

VON ROBERT SCHÄFER

Im Bergischen Löwen findet am Donnerstag, 8. November, ein Herzseminar für Patienten, Angehörige und Interessierte im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung zum Thema „Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“ statt.

Ab 17.30 Uhr, also vor Beginn der Vorträge, gibt es bereits:
Gesundheitsmessungen: Blutdruck, Cholesterinwert sowie Infostände:

  • Deutsche Herzstiftung e. V.
  • Ambulante Kardiologische Rehabilitation und P.U.R.
  • Turnerschaft Bergisch Gladbach 1879 e. V.


Um 19 Uhr begrüßen Horst Geisler, Ehrenamtlicher Regionalbeauftragter der Deutschen Herzstiftung e.V., sowie Bürgermeister Lutz Urbach die Gäste.

Danach übernimmt Prof. Dr. med. Hans-Peter Hermann die Leitung und Moderation der Veranstaltung. Prof. Hermann ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung e. V.. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter. Betroffen sind etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland. Das Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken, nimmt mit steigendem Lebensalter deutlich zu.

Priv.-Doz. Dr. med. A. Yang

Vorhofflimmern als Herzrhythmusstörung ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber zu erheblichen Folgekrankheiten, insbesondere zum Schlaganfall, führen. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist bei Vorliegen von Vorhofflimmern um mindestens das Dreifache erhöht. Typische Symptome des Vorhofflimmerns können Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Brustschmerzen, Atemnot, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen, Angst oder eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit sein. Nicht selten verursacht Vorhofflimmern aber auch keinerlei Beschwerden. Die Diagnose erfolgt durch ein EKG, Langzeit-EKG oder das Auslesen eines implantierten Herzschrittmachersystems.

Die Therapie des Vorhofflimmerns beruht auf drei Säulen:

1. Blutverdünnung
Aufgrund des erhöhten Schlaganfallrisikos steht an erster Stelle die Prüfung, inwieweit eine Blutverdünnung notwendig ist. Die Empfehlung wird anhand einer individuellen Risikobewertung durch die behandelnden Ärzte getroffen.

2. Frequenzkontrolle
Hierbei wird eine normale Pulsfrequenz angestrebt, ohne dass versucht wird, das Vorhofflimmern zu beseitigen. Für die Therapie stehen Betablocker, Digitaliskörper oder Kalziumkanalblocker zur Verfügung.

3. Rhythmuskontrolle
Ziel ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Rhythmus (Sinusrhythmus). Dies kann durch antiarrhythmische Medikamente oder eine Katheterablation erreicht werden. Am EVK steht neben der klassischen Punkt-für-Punkt-Ablation mittels Wärmeenergie auch die besonders schonende Cryo-Ablation zur Verfügung.

Vortragsprogramm:

19.10 Uhr: Wie erkenne ich Vorhofflimmern? Wie erkennt der Arzt Vorhofflimmern? Symptome und Ursachen, Diagnostik und medikamentöse Behandlung beim Hausarzt und Kardiologen, Referent: Dr. med. S. Binder, Praxis für Kardiologie am Schloss, Bensberg

19.40 Uhr: Ist eine Heilung von Vorhofflimmern möglich? Medikamente oder Ablationsbehandlung?
Indikationen, Erfolgsaussichten und Nachsorge
Referent: Priv.-Doz. Dr. med. A. Yang, Chefarzt Elektrophysiologie, EVK

20.10 Uhr: Vorhofflimmern: Brauche ich eine Blutverdünnung? Aspirin, Marcumar oder NOAK, was ist besser?
Referent: Prof. Dr. H.-P. Hermann, Chefarzt Kardiologie, EVK

20.40 Uhr: Diskussion

21.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen unter Telefon: 02202 122-7300

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