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GL KOMPAKT September 2016

16 GL KOMPAKT September 2016 Ursprünge als Standort für ein Krieger- denkmal liegen in den 1920er-Jahren. Die Skulptur nach einem Entwurf von Bernhard Rotterdam ist erhalten, der Park hingegen geriet in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eher zum Parkplatz, bevor 1978 beschlossen wurde, durch grundlegende Umgestaltung eine „stil- le und erholsame Oase“ zu schaffen. Nach weiteren 40 Jahren ist dieser Ein- druck durch einen geradezu wilden Grün- bewuchs und eine starke Verschattung durch augenscheinlich zu viele Bäume kaum mehr vorhanden. Die angrenzende Lindenallee war ehemals Teilstück des Straßenzugs zwischen Köln VON WALTER K. SCHULZ D as grüne „Sahneschnittchen“ liegt quasi brach, befindet sich im Dornröschenschlaf. Die Tech- nische Hochschule Köln (TH) sollte helfen, das Trauma zu beenden. Zwölf Kölner Archi- tekturstudenten planten für Bensberg: Pro- fessor Michael Werling, Hochschullehrer für Architektur an der TH Köln und zur Erstel- lung des Denkmalpflegeplans für Bergisch Gladbach unterwegs, hat das Thema „Deut- scher Platz“ zur Aufgabe eines Stegreifent- wurfs (das sind Schnellentwürfe in einem Zeitraum von maximal 14 Tagen) in seinem Seminar gemacht.Jetzt wurden dieArbeiten im Rathaus vorgestellt.In Fachbereichsleite- rin Elisabeth Sprenger, Handlungskonzepts- Stadtplanerin Christine Sick-Adenauer und Dorothea Corts als Geschäftsführerin des Gestaltungsbeirats hatten die Studierenden aufmerksame Zuhörerinnen. Licht und Luft für den Deutschen Platz Unübersichtlich, vom Bürger nicht angenommen, muffig, ungemütlich, zugewachsen, düster, unübersichtlich – die Grünanlage am Deutschen Platz in Bensberg wird von der Bevölkerung als „Angstraum“ empfunden. Das soll anders werden. Bei der Bürgerbeteiligung zum Integrier- ten Handlungskonzept (InHK) Bensberg Anfang Mai 2016 wurden die Wahrneh- mung des aktuellen Zustands und die Vorstellungen über die künftige Ausge- staltung diskutiert. Der Platz sei stark zugewachsen, das Fehlen von Laternen und Sitzmöbeln begünstige die Emp- findung als Angstraum. Die angrenzen- de Lindenallee könne durch Verzicht auf die betonierte Treppenanlage attraktiver gestaltet werden, und die Grünfläche samt Kinderspielplatz (Hindenburgplatz), die beide Bereiche verbindet, sei durch die Nutzung als Hundewiese kaum noch für andere Zwecke zu gebrauchen. Die Studenten gingen nun aus dem „Steg- reif“ den von den Bürgern empfundenen Schwachpunkten an den Kragen. Der Deutsche Platz hat von der Gladbacher Straße aus seine Haupterschließung. Seine Entwurf: TH Köln, Kerstin Weißenfels Entwurf: Katharina Meiler

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