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GL KOMPAKT September 2016

17 GL KOMPAKT September 2016 und dem Neuen Schloss, hat diesen Bezug aber durch städtebauliche Veränderungen längst verloren. Der dazwischen liegende „Hindenburgplatz“ wurde 1933 benannt und ist von seiner Grundstruktur heute noch am ehesten wahrnehmbar. Die Studenten haben wahrlich „gezaubert“. Die Stadt hat nun bei ihren weiteren Über- legungen zur Umsetzung, die eventuell mit einem regelrechten Wettbewerb einhergeht, die Qual der Wahl. Auch eine Bürgerbeteili- gung wurde angesprochen. Die Baumallee endet quasi an den Müll- containern eines Restaurants. Die einstige Blickachse Richtung Schloss ist dicht. Die zentrale Wiese ist eine Hundetoilette. Und vom Spielplatz unweit des Denkmals sieht man nicht mehr viel.Mütter und Kinder zieht es nicht in großen Mengen dorthin. Richtig geschätzt wird die Anlage anscheinend nur von Zeitgenossen, die sich tagein, tagaus an Bierflaschen festhalten. Auf den Planzeichnungen der kreativen Studenten gibt es eine Vielzahl von Lösungs- möglichkeiten. Zu sehen sind eine Gestaltung mit Was- seranlagen zum Spielen und Entspannen, die Wie- derherstellung der histori- schen Achse, die den Blick von der Linden- allee bis zum Schloss Bensberg ermöglicht (dieser Knotenpunkt müsste entzerrt wer- den), Terrassierungen, mögliche gläserne Aufgänge sowie Auflockerung durch Licht, Skulpturen und eine syste- matische Bepflanzung. Auch eine neue Treppe taucht in den Plänen auf. Die Erhaltung der Lindenallee wird favori- siert, aber mit möglichen Ver- änderungen, beispielsweise mit „Wasserstreifen“. Auf dem abfallenden Gelände könnten terrassenartig Ab- stufungen geschaffen wer- den. Ein Element zeigt ein interessantes Wasserspiel in Kalkkreidefel- sen-Becken. Beleuchtung spielt eine Rol- le. Und die Zurückschneidung des hohen Schilfs. Ein Student will dem Autoverkehr einen Riegel vorschieben. Ein anderer Entwurf setzt auf eine große freie Treppe, die an den neuen Rheinboule- vard in Köln erinnert. Ein Student kann sich ein/e Cafe/Restaurant/oder Bar vorstellen, mit Außengastronomie zur Belebung. So- gar eine Platzauflösung mit einer Um- siedlung des Denkmals liegt als Varian- te vor, auch ein neuer Standort für den Spielplatz ist denkbar oder ein großer breiter Boulevard entlang der Gladba- cher Straße mit einer übersichtlicheren Begrünung. Durchgängig sind eine besse- re Verteilung der Sitzmöglichkeiten und ein freier Blick auf den Bereich. Ich finde alle Entwürfe gut. Es wäre ja schön, wenn aus den vorgelegten Arbeiten der erste Auftrag für einen der jungen Planer zustande käme.“ PROFESSOR MICHAEL WERLING Professor Michael Werling

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