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GL KOMPAKT September 2016

20 GL KOMPAKT September 2016 Wenn der Chef immer gute Laune hat … 10 FRAGEN Sie haben vor zwei Jahren das Unter- nehmen von Ihrer Tante übernommen. Wie läuft das Geschäft in Refrath? Gut. 2015 haben wir zu unserer Filiale in Köln-Brück eine neue Filiale in Köln-Rath eröffnet, das Team wächst und es macht Freude, zu arbeiten. Wie sind für Sie persönlich die ers- ten zwei Jahre als Inhaber und Ge- schäftsführer gelaufen? Es ist ein sehr emotionaler Beruf und man lernt jede Woche dazu. Das ist das Schöne an der Arbeit. Für jeden Men- schen bedeutet Trauer etwas anderes und jeder interpretiert auch Glauben anders. Mir gefällt es, sich darauf ein- zustellen. Die Gespräche mit den Men- schen sind das Wichtigste in diesem Be- ruf. Es ist einfach schön, wenn wir den Hinterbliebenen in den oft schwierigen Situationen helfen können. Wir nehmen ihnen viele Dinge ab und unterstützen sie. Wenn wir ihnen dann helfen, merkt man, wie es ihnen leichter fällt die Last zu tragen. Sie haben die Ausbildung zum Be- statter gemacht, den Meisterkurs und Jan Suchowsky ist seit 2014 Inhaber und Geschäftsführer des Bestattungs- hauses Koziol und seit der Geburt eng verbunden mit dem wachsenden Fami- lienunternehmen. Der 29-Jährige wurde am Gründungstag des Unternehmens (23. April 1987) geboren und übernahm das Geschäft von der Familie an seinem 27. Geburtstag. Welche Eigenschaften sagt man Ihnen nach? Immer gut gelaunt, ehrlich, spontan. Ihr bisher größter Erfolg im Leben? Dass ich heute beruflich und privat glücklich bin. Welches natürliche Talent würden Sie gern besitzen? Gut Klavier spielen zu können. Eine bewährte Lebensweisheit, bitte. Jetzt, nicht morgen. Was bringt Sie in Harnisch? Nur ganz wenige Dinge. Was bringt Sie zum Lachen? Ein fröhliches Gespräch. Was schätzen Sie an Kollegen? Offenheit,Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit. Mit wem würden Sie gern tauschen? Mit niemandem. Empfehlen Sie uns ein gutes Buch und einen guten Film. „Forrest Gump“ und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Wann sind Sie offline? Nie, ich bin immer erreichbar. jetzt führen Sie ein Team von Mitar- beitern. Wie ist das für Sie? Es ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich finde es schön, dass wir uns gegen- seitig schätzen und uns gut kennen. Wir sehen uns auf privaten Anlässen und es ist inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, dass die gute Zu- sammenarbeit fördert. Ich hatte einige Ausbilder und Chefs vor meiner Selbst- ständigkeit, von denen ich vieles gelernt habe. Aber ich glaube schon, dass ich etwas teamorientierter bin. Worauf muss man heute als Bestatter besonders achten? Viele Menschen haben Angst vor ver- steckten Kosten, daher ist es für uns wichtig, dass die Menschen von An- fang an wissen, was auf sie zukommt. Das schafft Vertrauen und wir haben festgestellt, dass unsere Kunden genau das schätzen. Das zeigen uns auch die Rückmeldungen des anonymen Bewer- tungsbogens, den wir eingeführt haben. Generell wird heute offener über den Umgang mit dem Tod gesprochen, es ist nicht mehr das absolute Tabuthema. Das hat auch meine Arbeit verändert. IM PROFIL. Der Refrather Bestattungsmeister Jan Suchowsky spricht mit Klaus Pehle über die Geschäftsentwicklung und den Beruf als Bestatter.

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