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Klimaschutz in Bergisch Gladbach

Klimaschutz wird großgeschrieben

KOMMUNALPOLITIK. Das Problem geht uns alle an: Klimaschutz soll in Bergisch Gladbach nicht nur ein Schlagwort sein. „Handeln – nicht reden“, lautet die Devise. Und das schon seit längerer Zeit. Jetzt legt die Stadt noch „eine Schüppe drauf“.

VON HANS-WERNER KLINKHAMMELS

Klimaschutz ist nicht nur internationale Politik. Klimaschutz fängt im Kleinen an. Jeder kann etwas tun. Beispielsweise den Garten durch Pflanzung von heimischen Hölzern gestalten. So wird den Insekten und Vögeln ein besserer Lebensraum geboten und gleichzeitig der Klimaschutz vorangetrieben. Oder auch weniger oder erneuerbare Energie verbrauchen. Das fängt beim Strom- und Wärmeverbrauch zuhause an, geht über die Energienutzung im Straßenverkehr weiter. Und genau das ist Ziel der Kreisstadt, die mit ihrer Klimaschutzpolitik dort weitermachen möchte, wo bundes- und europaweite Bemühungen zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen wirksam unterstützt und intensiviert werden können.

Klimaschutz in Bergisch Gladbach

Schon im Jahr 2016 erstellte die Stadt ein Mobilitätskonzept, das für den Klimaschutz vor Ort eine große Rolle spielt. Im Oktober 2019 gab es Einigkeit über die „Erarbeitung eines Konzeptes und eines Zeitplans zur Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für Bergisch Gladbach“. Nun hat der Hauptausschuss beschlossen, dass ein regelmäßig fortzuschreibendes kommunales Klimaschutzkonzept erarbeitet werden solle, in dem bereits vorhandene Konzepte soweit möglich zu berücksichtigen sind. Zusätzlich will man am „European Energy Award“ (EEA) teilnehmen.

Hierbei handelt es sich um ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz. Die Teilnahme kostet für vier Jahre rund 56.000 Euro, am Ende steht eine externe Zertifizierung.

Was das den Menschen in Bergisch Gladbach bringt, erläutert Ragnar Migenda, Beigeordneter für Klimaschutz und Stadtentwicklung: „Es geht darum, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Stadtverwaltung allein kann allerdings die nötige Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch auf lokaler Ebene nicht erzielen: Der Anteil der CO2-Emissionen im Stadtgebiet aus zum Beispiel städtischen Liegenschaften, Straßenbeleuchtung und städtischem Fuhrpark beträgt gerade einmal etwa ein bis zwei Prozent. Ein wichtiges Ziel des Klimaschutzkonzeptes sollte es deswegen sein, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen zu informieren, zu motivieren und zu fördern.“

Wie das gemacht werden soll, steht bereits fest: „Insbesondere die erarbeiteten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept sollen durch diesen Prozess in den folgenden Jahren umgesetzt werden. Dabei sollen sechs Bereiche abgedeckt werden: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.“

Die Konzepte sehen Bürgerbeteiligungen vor. Dazu sind Veranstaltungen und Workshops geplant, die den BürgerInnen Gelegenheit bieten sollen, sich aktiv einzubringen.

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