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Unterwegs

Kommen Sie gut und sicher durch den Winter

NACHGEFRAGT. Dem Wunsch nach komfortabler, individueller Mobilität stehen täglicher Dauerstau, im Winter rutschige Straßen, drohende Fahrverbote in Innenstädten und laufende Unterhaltskosten gegenüber. Wir haben Mobilitätsexperten in der Region gefragt: Wie kann man im Winter auch ohne Auto sicher und komfortabel unterwegs sein?

Thorsten Kölsch
velokölsch

Der Winter ist keine Fahrradzeit, oder doch?
Grundsätzlich gibt es keine Jahreszeit, in der man nicht Fahrrad fahren kann. Im Winter bedarf es nur einer besseren Vorbereitung. Dadurch dass die Technik und auch die Bekleidung immer besser werden, ist das sichere und komfortable Fahren auch bei Dämmerung oder Dunkelheit kein Problem mehr. Zudem gibt es zahlreiche Wintertage, an denen das Wetter schöner und sonniger ist als an so manchem Frühlings- oder Frühsommertag.

Sind Fahrräder denn zum Fahren im Winter geeignet?
Die Fahrräder können das problemlos. Moderne Fahrräder haben mittlerweile alle eine leistungsstarke, helle LED-Beleuchtung und starke Reflektoren, die das Licht anderer Verkehrsteilnehmer reflektieren und das Fahrrad in der Dunkelheit weithin sichtbar machen. Eine gute Bereifung ist sehr wichtig, da der Asphalt im Winter kalt und rutschig sein kann. Die Reifen sollten daher über genügend Profil verfügen und entsprechend der Vorgaben ausreichend mit Luft befüllt sein. In der dunklen Jahreszeit spielt die richtige Bekleidung eine besondere Rolle. Sie sollte nicht nur warm und wetterfest sein, sondern natürlich auch auffällig und sicher. Das heißt: Am besten eine gelbe Weste tragen. Helm und Handschuhe sind eigentlich schon selbstverständlich.

Welchen Tipp haben Sie für Radfahrer im Winter?
Das Fahrrad sollte nach einer Fahrt im Winter auf eventuell mit Salz gestreuten Straßen mit Leitungswasser gereinigt und das Salz abgespült werden, um starke Korrosion und Rostbildung zu vermeiden. Die Kette muss man regelmäßig ölen. Ansonsten sollte man natürlich jeden schönen Wintertag zum Radfahren nutzen.

Simone Wilhelms
Sanitätshaus Kellberg

Die Mobilität kann im Winter mitunter stark eingeschränkt sein. Das gilt besonders für ältere Menschen mit Gehbehinderung. Regen, Schnee und Eis werden dann zur Herausforderung. Was bieten Sie für Lösungen?
Grundsätzlich ist es vorteilhaft, festes Schuhwerk mit Profilsohlen für einen sicheren Grip zu tragen. Wir bieten bequeme Schuhe, auch für orthopädische Einlagen geeignet, mit entsprechender Besohlung an. Das Gleiche gilt selbstverständlich für unsere orthopädischen Maßschuhe, die als Wintermodell entsprechend angefertigt werden können. In unserem Sortiment finden sich auch spezielle Schuhspikes, die einfach über die Sohle gezogen werden können. Sicherer ist natürlich noch eine Gehhilfe, wie ein Gehstock, den man bei frostigen Temperaturen mit einer Eiskralle versehen kann.

Viele ältere oder gehandicapte Menschen nutzen einen Rollator zur Bewegung. Wie bekommt man den denn winterfest?
Für unsere Rollatoren bieten wir zum Beispiel ein komplettes Winterpaket: Wichtig ist die notwendige Beleuchtung, damit Sie gut sehen und gesehen werden können. Mit dem flexiblen Befestigungssystem lässt sich die Beleuchtung werkzeuglos an verschiedensten Rahmenformen adaptieren. Weitere praktische Details sind angebrachte Reflektoren und reflektierende Nähte der Rollator-Tasche.

Gibt es noch weiteres Zubehör für die Winterzeit an den Rollatoren?
Damit Sie auch bei eisigen Temperaturen an den Händen beweglich bleiben, lässt sich ein flauschig gefütterter Handschutz an den Griffen des Rollators befestigen. Die Halterung für einen Rollator-Schirm und die richtige Bereifung im Winter sind weitere wichtige Details. In unserem Sanitätshaus erfahren Sie eine fachkundige Beratung, individuell und abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse unserer Kunden.

Michael Simon
Autohaus Müller

Die Einkaufstour bei schlechtem Wetter und der Großeinkauf vor Weihnachten machen ohne eigenes Auto wenig Spaß. Wer dennoch zeitweise ein Auto benötigt, kann das Ford CarSharing benutzen. Wie funktioniert das genau?
Der Grundgedanke ist, dass ich ein Auto mit anderen teile und es nur nutze, wenn ich es wirklich brauche. Ich muss mich einmalig persönlich für 14,90 Euro registrieren. Weitere Kosten entstehen dann nur, wenn man das Fahrzeug auch nutzt. Zu buchen sind die Fahrzeuge telefonisch, online oder über eine App. Man gibt die Stadt ein, in der man sucht, wählt ein freies Fahrzeug aus und holt es ab. Mit der App oder der Scheckkarte wird das Fahrzeug entriegelt, der Schlüssel liegt im Handschuhfach. Nach der Fahrt verriegele ich das Fahrzeug wieder und damit ist die Buchung dann auch beendet, abgerechnet wird über das Konto. Das Ganze ist bei uns eine Kooperation mit Flinkster von der Deutschen Bahn, sodass Sie bei uns auch bundesweit deren Autos nutzen können – zu den gleichen Konditionen.

Was ist der Unterschied zu einer Autovermietung?
Bei kurzfristigen Buchungen, wenn ich ein Fahrzeug zum Beispiel nur mal eben zum Einkaufen brauche, bin ich beim CarSharing wesentlich flexibler. Wenn ich aber in Urlaub fahren will, ist sicher ein Mietwagen vernünftiger. Das bieten wir übrigens auch an. Und sie müssen beim CarSharing nur die Buchung durchführen, bei der Autovermietung ist der administrative Aufwand dann doch größer.

Welche Autos bieten Sie im Ford CarSharing an?
Von Ford aus bieten wir den Ford KA+ an, den Fiesta, den Ford Focus oder einen Transporter. Das Ganze wächst aber weiter und da freuen wir uns auch über Rückmeldungen potenzieller Nutzer.

Gregor Mauel
Regionalverkehr Köln GmbH

Welche Rolle spielt der Linienverkehr in der innerstädtischen Mobilität?
Eine immer größere. Die Buslinien im innerstädtischen Verkehr werden zunehmend genutzt, die Fahrgastzahlen steigen und zum Fahrplanwechsel im vergangenen Jahr wurde der Takt auf 30 Hauptbuslinien im RBK erweitert. Das heißt, Warte- und Reisezeiten wurden reduziert und Anschlüsse an die Schiene vielfach verbessert. Außerdem wurden die Hauptverkehrszeiten von 6 bis 21 Uhr ausgeweitet. Die Rolle des ÖPNV ist aber deshalb immer bedeutender, weil er deutlich umwelt- und klimafreundlicher als der Individualverkehr ist. Im kommenden Jahr setzt die RVK im Rheinisch-Bergischen Kreis 15 emissionsfreie, mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Hybridbusse ein.

Es heißt oft, der Nahverkehr wäre teuer. Stimmt das?
Für jeden Bedarf gibt es preisgünstige Tickets im Abonnement, zum Beispiel Tickets für Schüler und Auszubildende, Job- und Monatstickets für Berufspendler, Aktiv60-Ticket für Senioren etc. Diese sind deutlich preisgünstiger als Einzeltickets. In den RVK-KundenCentern kann man sich gezielt dazu beraten lassen, welche Ticketart die ideale für den jeweiligen Bedarf ist. Ein eigener PKW geht zum Teil mit hohen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten einher, dazu kommen noch Parkgebühren und steigende Benzinpreise.

Ist man nicht deutlich langsamer als mit dem Auto unterwegs?
Man kann die Zeit im ÖPNV sinnvoll nutzen, zum Beispiel mit Lesen, mit Arbeiten am Laptop, das ist beim Autofahren nicht möglich. Außerdem spart man Zeit, weil die Parkplatzsuche entfällt. Wer von Bergisch Gladbach nach Köln pendelt, ist dank intermodaler Mobilität zum Teil schneller und entspannter am Ziel, das heißt zunächst mit dem Bus zur Bahnhaltestelle und dann Umstieg auf die Stadt- oder S-Bahn.

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