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Kooperationen und Digitalisierung

IM PROFIL. Seit dem 1. Juli ist der diplomierte Jazz-Musiker Peter Protschka Leiter der städtischen Max-Bruch-Musikschule. Zwei Dinge will er vor allem voranbringen: den weiteren Ausbau von Kooperationen und die digitale Musikschule.

VON KLAUS PEHLE

Wie alle allgemeinen Schulen auch, hat die Musikschule in Bergisch Gladbach ein technisches Problem. Schnelles Internet ist auch an der Max-Bruch-Musikschule nicht wirklich möglich. Das will Peter Protschka möglichst schnell verändern. Am 1. Juli hat der Jazz-Liebhaber die Leitung der städtischen Einrichtung übernommen. „Ohne digitale Formate ist eine solche Schule nicht mehr denkbar. Wirklich digitale Möglichkeiten hat die Schule aber bisher noch nicht. Da müssen wir jetzt ran“, sagt Protschka, der aber betont, dass Webinare und Online-Workshops lediglich als Ergänzung zu den Präsenzveranstaltungen in seinem Kopf sind. „Der Präsenzunterricht ist mir superwichtig und er ist der Kern unserer Arbeit.“

Den zweiten Punkt, den der Musikschulleiter zur Chefsache machen will, sind die Kooperationen mit Schulen und Kindergärten. „Da sind wir schon gut aufgestellt“, berichtet er vom aktuellen Stand, den er aber weiter ausbauen will. Auch das NRW-Förderprogramm „Jekits“ zur musikalischen Frühförderung soll noch einmal erweitert werden. „Die Kinder und Jugendliche sind heute sehr eingebunden, daher müssen wir in die Schulen gehen und sie dort abholen. Das ist für eine kommunale Musikschule unverzichtbar.“ Auch die Zusammenarbeit mit anderen kulturellen Institutionen in der Stadt will Protschka ausbauen. Zum Beispiel mit dem Kunstmuseum Villa Zanders.

Wenn der Vinyl-Fan zuhause eine LP aus dem Schrank auf den Plattenteller legt, sind das oft US-amerikanische Jazzer aus den 60ern, der Hochzeit des Blue Note-Labels. Miles Davis zum Beispiel, Herbie Hancock oder Roy Hargrove. In New York war der gebürtige Bonner auch schon genauso zur musikalischen Ausbildung wie in Paris. Studiert hat er in Mannheim, Aachen und Köln. An der Rheinischen Musikschule hat er auch einen Master in Alter Musik gemacht – neben dem Jazz seine zweite musikalische Liebe. Heute lebt er in Köln, findet Bergisch Gladbach aber „sehr ansprechend, aufgeräumt und gepflegt“. Außerdem hat er sich gewundert über das breite und vielfältige Kulturangebot, das diese Stadt „mit einer übersichtlichen Größe zu bieten hat“.

10 Fragen an Peter Protschka

Der 54-Jährige nimmt Jazz-CDs mit seinem Quintett auf, mag auch die Alte Musik, lebt mit Frau und achtjähriger Tochter in Köln und leitet jetzt die Musikschule in Bergisch Gladbach.

Welche Eigenschaften sagt man Ihnen nach?
Kämpferisch, nachhaltig, kreativ, humorvoll, pedantisch (laut meiner Frau).

Ihr bisher größter Erfolg im Leben?
Mein international besetztes Quintett nun seit zehn Jahren auf den wichtigsten Festivals Europas spielen zu sehen.

Welches natürliche Talent würden Sie gern besitzen?
Geduld.

Können Sie uns eine bewährte Lebensweisheit empfehlen?
Man geht immer nur in den eigenen Schuhen, nicht in denen der Anderen.

Was können Sie so gar nicht leiden?
Dummheit.

Was bringt Sie zum Lachen?
Witz mit Tiefgang, darf auch skurril sein.

Was schätzen Sie an Kollegen?
Offenheit, Authentizität, Kreativität.

Mit wem würden Sie gerne tauschen?
Mit Patrick Stewart (Schauspieler).

Ein gutes Buch und ein guter Film?
Buch: Becks letzter Sommer (Benedict Wells), Film: Matrix 1.

Wann sind Sie offline?
Wann immer ich die Möglichkeit dazu habe.

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