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Leben + Geniessen

Magisches Licht – Logenplätze für den Schleiertanz

Naturspektakel. Einmal im Leben die bunten Schleier am Himmel tanzen sehen – das wünschen sich viele. Nordlichter sind eine Attraktion mit Gänsehaut-Garantie. GL KOMPAKT zeigt, wo es besonders schön flackert.

VON CARMEN SADOWSKI

Sie huschen in Gelb, Weiß, Grün und Violetttönen über den Himmel und wirken wie von Götterhand gewischt. Aurora Borealis ist der Fachbegriff für dieses wunderbare Naturphänomen.

Nordlichter in Deutschland zu sehen ist zwar prinzipiell möglich, aber eher unwahrscheinlich. Zudem haben die seltenen Erscheinungen hierzulande meist nur eine rote Farbe. Wer die größte Lichtshow der Welt in bunt sehen will, muss hoch in den Norden reisen: Schweden, Island, Norwegen und Finnland wetteifern um das fabelhafteste Spektakel.

Das kleine Örtchen Abisko in Lappland, Schweden.

Das blaue Wunder von Abisko

Je näher am Nordpol, desto spektakulärer der Schleiertanz, klar. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, in Schwedisch-Lappland die magischen Lichter am Himmel bewundern zu können.

Tatsächlich erleben Nordlicht-Jäger in der Beobachtungsstation „Aurora Sky Station“ im kleinen Ort Abisko im Wortsinn ihr blaues Wunder. Denn vom Gipfel des 900 Meter hohen Bergs Nuolja ist in klaren Nächten das berüchtigte „Blaue Loch von Abisko“ zu sehen. Bei diesem speziellen Phänomen tut sich über dem 70 Kilometer langen Torneträsk-See ein Stück klarer Himmel auf, umringt von dicken Wolken. Februar und März sind ideale Reisezeiten, um diese Szenerie zu sehen.

Island – Raus aus der Hauptstadt

Nordlichter und Island – das gehört zusammen wie Feuer und Eis. Etwa drei Flugstunden von Frankfurt entfernt, gilt die Insel hierzulande als der Hotspot Nummer 1 für das bunte Himmelsspektakel. Der beste Reisezeitraum liegt zwischen September und April, wobei Dezember und Januar rein statistisch mit etwas weniger Aktivität gesegnet sind als die anderen Monate im Winter. Ohnehin sollte man schon ein paar Tage bleiben, da es keine Garantie auf das Erscheinen der Nordlichter gibt.

Natürlich bietet die Hauptstadt zum Beobachten viele Grünflächen und Parks. Wer jedoch auf Nummer Sicher gehen will, lässt die Lichter von Rejkjavík hinter sich und steuert zum Beispiel den Leuchtturm in Grotta an. In die wenig bewohnte Gegend auf der Halbinsel Seltjarnarnes, am nordwestlichen Zipfel Reykjaviks gelegen, fährt sogar ein Bus. Ideale Logenplätze sind auch die Orte Akureyri und Myvatn im Norden. Ein Mekka für Polarlicht-Jäger ist der Thingvellir Nationalpark geworden. In diesem Park, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, kann man auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten sehen.

Finnland leuchtet

Auf nach Luosto! Finnisch-Lappland ist bekannt für die berühmte Mitternachtssonne. Und zwischen September und März bietet die nördliche Region des Landes eine einzige große Bühne für die imposante Polarlichter-Show. Denn etwa jede zweite Nacht räumen die Wolken den Weg frei für die Farberscheinung am Himmel.

Tipp: Perfekt ist die Sicht vom 514 Meter hohen Berg Luosto in der Gemeinde Sodankyla. Noch ein beliebter Treffpunkt der Polarlichter-Fans ist das Dorf Nellim am Inari See, Finnlands drittgrößtem See.

Norwegen – Mit dem Postschiff zum Polarlicht

Unten knallpink, oben grün – das ist ein Anblick, den man ganz sicher nie mehr im Leben vergisst. Im Norden von Norwegen treten die Nordlichter gerne in Grüntönen auf. Entlang der gesamten Küste, von den Lofoten bis zum Nordkap, veranstaltet der Himmel regelmäßig ein nächtliches Farbenfeuerwerk. Auf Kreuzfahrten mit den Hurtigruten-Schiffen ist die Chance besonders groß, die tanzenden Lichtreflexe regelmäßig aus wechselnden Perspektiven zu sehen.

Natürlich kann man aber auch an Land sein Lager aufschlagen. In der Stadt Tromsø, die nördlich des Polarkreises liegt, ist die Aktivität der Nordlichter sogar nachweislich am größten. Weil die Hafenstadt mit eigenem Flugplatz leicht zu erreichen ist, hat sie sich zum Lieblingsplatz für Polarlicht-Jäger entwickelt. Wer mit der Seilbahn auf den Hausberg gondelt, sitzt in der ersten Reihe, wenn der Zirkus beginnt. Tatsächlich wird der Himmel oft stundenlang von leuchtenden Grüntönen erhellt. Von Oktober bis in den März hinein ist das Geflacker am Himmel sichtbar.

Doch bleibt der Himmel tatsächlich mal dunkel, bietet die Stadt ein breites Unterhaltungs-Angebot: Von der Eismeerkathedrale mit Konzerten über die nördlichste Brauerei bis hin zum nördlichsten Planetarium weltweit. Und in der Dauerausstellung im Universitätsmuseum Tromsø wird gezeigt, wie das Polarlicht entsteht.

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