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Gesundheit

Manuelle Therapie hilft gezielt zu heilen

Für Nazmi Uslu ist klar: „Man muss auf dem aktuellen Stand bleiben.“ Der staatlich anerkannte Physiotherapeut ist erst 32 Jahre jung, hat aber schon vielfältige Fortbildungen absolviert. Die neueste ist die in Manueller Therapie, einer speziellen physiotherapeutischen Behandlungsmethode.

Zwei Jahre hat diese Fortbildung gedauert, für die er von seinem Arbeitgeber unterstützt wurde. Nicht nur finanziell, sondern auch durch eine Freistellung, denn regelmäßig musste Nazmi Uslu von donnerstags bis sonntags die Schulbank drücken.

Eine Erweiterung seines beruflichen Wissens, die er nicht missen möchte. „Das ist die Fortbildung, die mich bislang am meisten beeindruckt und auch beeinflusst hat“. sagt der junge Mann begeistert. Ziel der Manuellen Therapie ist es, schmerzhafte Störungen des Bewegungsapparates differenziert zu diagnostizieren und mit speziellen Techniken und Griffen zu behandeln. So kann Uslu vielfach schon mit seinen Händen die Ursache für eine Schädigung ermitteln, seien es Bänder, Muskeln, eine Gelenkstruktur oder vielleicht eine Nervenschädigung. Mittels spezieller Griffe ertastet er diese Ursachen und kann so zusätzlich zum orthopädischen Befund Sicherheit erlangen, mit welchen Techniken er dem jeweiligen Patienten am besten hilft.

Mithilfe seiner geschulten Hände kann Nazmi Uslu den Patienten helfen.

Uslu erklärt, warum Fortbildung grundsätzlich für seinen Beruf so wichtig ist. „Ein Therapeut muss sich immer an die neuesten Operationstechniken anpassen, muss wissen, wie medizinische Fortschritte im Krankenhaus die Therapie danach beeinflussen und verändern.“ Ein Unterschied sei auch, ob man einen jüngeren Patienten behandele oder einen älteren Menschen. „Wer z. B. einen Bandscheibenvorfall hat oder an Osteoporose leidet, für den sind manche Behandlungsmethoden gar nicht geeignet, die für einen jüngeren Menschen ohne ein solches Krankheitsbild genau richtig sein können.“ Die Manuelle Therapie berücksichtige diese Unterschiede. Er wurde geschult zu ertasten, wie genau ein Wirbel steht und kann gezielt darauf einwirken, dass dieser künftig beispielsweise nicht mehr einen Nerv irritiert.

Für die salvea reha Bensberg ist die Fortbildung, die Nazmi Uslu absolviert hat, ein wichtiger Baustein. Denn mit ihm und seiner Teamleiterin Marie-Josè Werner haben nun zwei Mitarbeiter diese Qualifikation erlangt, was es der salvea reha Bensberg ermöglicht, die EAP-Zulassung zu erhalten. EAP steht für „erweiterte ambulante Physiotherapie“ und bedeutet, dass auch Patienten, die einen Arbeitsunfall erlitten haben, in der reha Bensberg künftig behandelt werden können. Aber auch die vielen Patienten, die nach Hüft-, Schulter- oder Kniegelenksoperationen rehabilitiert werden, profitieren von den Fortbildungen. „Oft verursachen schmerzhafte Erkrankungen Fehlstellungen, wie etwa Arthrose im Gelenk, weil der Körper versucht, die Haltung zu finden, in der nichts schmerzt. Dies führt zu Verspannungen, die wiederum neue Beschwerden auslösen. „Mithilfe der Manuellen Therapie kann man diese sehr gut befunden und dann gezielt behandeln“, erklärt Nazmi Uslu. „Ziel ist es, dass der Patient am Ende eine deutliche Besserung verspürt.“

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