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Das neue Hochwasserrückhaltebecken an der Kieppemühle.

Maßnahmen für unsere Abwasseranlagen bis 2026

GL informiert. Das Abwasserbeseitigungskonzept 2021: 100 Maßnahmen zu Instandhaltung und Ausbau unserer Abwasseranlagen in den nächsten sechs Jahren.

Sie arbeiten still im Untergrund und sind doch für Komfort und Hygiene der Haushalte in Bergisch Gladbach unentbehrlich: die städtischen Abwasseranlagen, die für die Entsorgung und Klärung von Schmutz- und Niederschlagswasser sorgen. Rund 644 km Kanalnetz, 34 km Druckleitungen und Drucknetze, 45 Pumpstationen, drei Regenüberläufe, 65 Regenbecken sowie 245 Einleitstellen für Regenwasser in die Bäche des Stadtgebietes stehen zu diesem Zweck zur Verfügung.

Die Nutzung rund um die Uhr und die ständige Belastung der Systeme haben ihren Preis: Fortlaufend sind Überprüfungen und Sanierungen erforderlich. Zusätzlich müssen Neubaugebiete angeschlossen, Rohrquerschnitte vergrößert oder veränderte Gesetzgebungen umgesetzt werden. Betreut wird dieser Arbeitskomplex vom städtischen Abwasserwerk, das auch die zentrale Kläranlage in Refrath betreibt.

Ohne vorausschauende Planung und Koordination ist die Bewältigung der vielschichtigen Aufgaben nicht möglich: Alle erforderlichen Maßnahmen der Abwasserbeseitigung und -klärung in Bergisch Gladbach werden im Sechs-Jahres-Turnus durch das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) festgelegt und durch die Bezirksregierung genehmigt. Das aktuelle Konzept wurde gerade erst im März 2021 beschlossen und hat somit eine Laufzeit bis Ende 2026. Für die weiteren sich anschließenden sechs Jahre sind Maßnahmen und deren finanzielle Auswirkungen anzugeben, die in diesem Zeitraum begonnen werden sollen.

Innerhalb der sechsjährigen Frist sieht das städtische ABK gut 100 Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von 138 Millionen Euro vor; für den zwölfjährigen Prognosezeitraum bis zum Jahr 2032 beläuft sich der Aufwand nach den derzeitigen Planungen auf insgesamt 187 Millionen Euro. Die genannten Zahlen beziehen sich auf den maximal erforderlichen Aufwand. Änderungen können jährlich eingearbeitet werden und zu Abweichungen vom Konzept führen.

Besonders kostenintensiv sind die Baumaßnahmen zur Einleitung von Niederschlagswasser in Gewässer. Hier haben sich die gesetzlichen Vorgaben in den vergangenen Jahren erheblich verschärft und sehen jeweils Rückhaltungen vor den Einleitstellen und Regenwasserbehandlungsanlagen vor. Allein hierfür ist ein Kostenvolumen von 103 Millionen Euro eingeplant. Auch für die Erweiterung der Kläranlage werden in den kommenden zwölf Jahren rund 24 Millionen Euro fällig. Im Bereich Refrath und Frankenforst stehen der Einbau größerer Kanalquerschnitte und die bauliche Sanierung der Leitungen in mehreren Straßenabschnitten an.

Die Finanzierung der geplanten Maßnahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes erfolgt zum größten Teil über den Gebührenhaushalt, aber auch (zum Beispiel bei Bebauungsplänen) über Anliegerbeiträge. Die Höhe der tatsächlichen Gebühren hängt neben der Frage, wie viele der geplanten Maßnahmen in den nächsten zwölf Jahren umgesetzt werden können, auch von vielen anderen Faktoren ab, die jährlich neu bewertet und berechnet werden.

Für die reinen Auswirkungen des ABK auf die Abwassergebühren hat die Stadtverwaltung für unterschiedliche Szenarien eine Modellrechnung erstellt, nach der – bei allen oben erwähnten Unsicherheiten – die Gebühren einer jährlichen Anpassung unterliegen. Am Ende des durch das ABK erfassten 12-Jahres-Zeitraums wäre nach diesem Zahlenmodell pro Kubikmeter Schmutzwasser gegenüber heute mit zusätzlichen Gebühren in einer Größenordnung zwischen 28 und 45 Cent und beim Niederschlagswasser pro Quadratmeter anrechenbarer Fläche zwischen 64 und 104 Cent zu rechnen. Inwieweit diese Prognose in der Realität zutrifft, wird in der jährlich durchzuführenden Gebührenkalkulation jeweils anhand der tatsächlich anfallenden Kosten ermittelt.

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