Direkt zum InhaltDirekt zur Hauptnavigation
Aktuell

Mit dem Traumjob zur WM nach Russland

IM PROFIL. Holger Dahl ist Radioreporter und Sportredakteur beim WDR. Für die Radio-Live-Übertragungen reist er Anfang Juni nach Russland. Am 14. Juni beginnt dort mit dem Spiel Russland – Saudi-Arabien die WM.

VON KLAUS PEHLE

Das Stadion ist sein beliebtester Arbeitsplatz. Hoch oben auf den Plätzen für die Kommentatoren und Reporter verfolgt er regelmäßig die Spiele der Fußballbundesliga für die Konferenzübertragungen am Samstagnachmittag. Falsch. Er verfolgt sie nicht, er lebt sie. Denn gerade beim Radio spielen die Emotionen eine große Rolle und das liebt der 43-jährige Journalist: „Es ist ein Traumjob. Dieser Moment, wenn du in Köln im Stadion sitzt, und dann aus voller Überzeugung ‚Tor in Köln‘ rufst, das macht einfach einen Riesenspaß.“

Von elf Spielen wird er aus Russland für WDR 2 und andere ARD-Radiosender berichten. „Ich habe das große Glück, in diesem Jahr zu meinem ersten WM-Finale zu kommen.“ Ob er dabei im erst 2017 neueröffneten Luschniki-Stadion in Moskau mit 81.000 Fans die deutsche Mannschaft sehen wird, kann keiner wissen. Jogi Löws Mannschaft zählt wie alle vier Jahre zu den Favoriten, auch viele Fachleute trauen ihnen die Titelverteidigung nach dem Erfolg in Brasilien 2014 zu. „Dafür muss man nicht unbedingt Experte sein“, meint Dahl. „Aber ein schlechter Tag, zum Beispiel bei einem Spiel gegen Frankreich, kann schon reichen und es klappt nicht.“ Dahl reizen aber auch die vermeintlich kleinen Spiele der WM. Seinen persönlichen Einstieg hat er am zweiten WM-Tag, wenn die beiden Länder Marokko und Iran aufeinandertreffen.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 wird die Öffentlichkeit auch besonders auf das Umfeld abseits der Stadien schauen. Russland steht wegen vieler Dinge in der Kritik, das Verhältnis zum Westen ist angespannt. „Ich bin als Journalist vor Ort und da ist es auch meine Aufgabe, auf Probleme hinzuweisen“, sagt Dahl.

Seit 2013 lebt er mit seiner in Gladbach geborenen Frau und seinen Kindern in Bergisch Gladbach. „Aus Überzeugung“, sagt er. „Wir fühlen uns hier sehr wohl, sind in fünf Sportvereinen aktiv. Die Stadt hat eine gute Infrastruktur und bietet eine hohe Lebensqualität“.

10 Fragen an Holger Dahl

Radioreporter Holger Dahl (43) berichtet ab Mitte Juni live von der Fußball-WM in Russland. Seit 2013 lebt der in Ennepetal geborene Journalist mit seiner Familie in Bergisch Gladbach.

Welche Eigenschaften sagt man Ihnen nach?
Ausgeglichenheit, Wortwitz, zwei linke Hände.

Ihr bisher größter Erfolg im Leben?
Ein Puzzle aus vielen Teilen.

Welches natürliche Talent würden Sie gern besitzen?
Handwerkliches Geschick.

Können Sie uns eine bewährte Lebensweisheit empfehlen?
Fair geht vor.

Was können Sie so gar nicht leiden?
Unehrlichkeit, Diskriminierung.

Was bringt Sie zum Lachen?
Meine Kinder.

Was schätzen Sie an Kollegen?
Zuverlässigkeit, Wortgewandtheit, Spontanität.

Mit wem würden Sie gerne tauschen?
Mit einem Bundesligaprofi (aber nur für einen Spieltag).

Ein gutes Buch und ein guter Film?
„Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann und die Filme der European Outdoor Film Festivals.

Wann sind Sie offline?
Zu selten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuell

Mit Strom fahren, Steuern sparen

STEUERTIPP. So können Sie mit Ihrem Elektrofahrzeug zeitgleich auch Steuern sparen.mehr Informationen

Aktuell

Das Arbeitszeugnis – Die Schlussformel

RECHTSTIPP. Kann ein Arbeitnehmer auf eine konkrete Formulierung der Schlussformel bestehen?mehr Informationen

Aktuell

Gezählt ist nicht gefühlt

STADTGESPRÄCH. Die Kriminalitätsstatistik für den Rheinisch-Bergischen Kreis 2018 fällt sensationell gut aus. Wirklich: In Bergisch Gladbach sind die registrierten Delikte um zehn Prozent zurückgegangen. Die gefühlte Sicherheit wird das vermutlich aber wenig beeinflussen. Ein Erklärungsansatz: mehr Informationen

Aktuell

Das Ja ist klar – das Wann noch nicht

Die S 11 in Bergisch Gladbach bekommt ein zweites Gleis. Der Takt zur Hauptverkehrszeit soll auf 10 Minuten verdichtet werden. Landtagsabgeordneter Deppe: „Meilenstein für uns im Rheinisch-Bergischen Kreis“.mehr Informationen

Aktuell

Als die Stadt noch ländlich war

HISTORISCH. Obwohl Bergisch Gladbach seit 1856 im Besitz der Stadtrechte ist, war das Stadtgebiet bis in die 50er- und 60er-Jahre dieses Jahrhunderts weitgehend ländlich geprägt. mehr Informationen

Aktuell

Respektvoller Umgang oder aggressive Anfeindungen?

KOMMUNALPOLITIK. Bei der Haushaltsdebatte im Stadtrat haben einige Ratsmitglieder wegen der Wortwahl eines Stadtverordneten den Saal verlassen. Wie gehen die Kommunalpolitiker denn eigentlich generell miteinander um? Hier die Meinungen von vier Ratsmitgliedern:mehr Informationen