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Neues Spitzenpersonal und Geld für Kommunen

KOMMUNALPOLITIK. Neue Köpfe an der Spitze der Gladbacher Kreisverwaltung helfen beim Start ins neue Finanzjahr 2019: Neu-Landrat Stephan Santelmann begrüßte die neue Kreiskulturrefentin und die neue Gleichstellungsbeauftragte und brachte auch den Etatentwurf 2019 ein.

RHEINISCH-BERGISCHER KREIS
Charlotte Loesch

VON WALTER K. SCHULZ

Am Rübezahlwald ging jüngst eine Ära zu Ende. Kulturreferentin Susanne Bonenkamp verabschiedete sich nach fast 30 Jahren beim Kreis in den Ruhestand. „Sie haben uns allen gezeigt, dass es viele wunderbare, oftmals noch unbekannte Dinge direkt vor unserer Haustür gibt“, würdigte der Landrat die „herausragende Arbeit“ der gebürtigen Westfälin, die im Rheinland unzählige Spuren hinterlässt.

Dafür stammt die Neue aus dem Rheinland: Die Bonnerin Charlotte Loesch hat ihre Arbeit aufgenommen. „Kulturarbeit hat eine hohe Strahlkraft, sowohl in den Kreis als auch in die Region. Daher liegen viele Chancen und Möglichkeiten vor Ihnen“, so der Landrat.

Seit 1. November ist Gabi Ammann die neue Gleichstellungsbeauftragte. Die 49-Jährige arbeitet seit 1991 beim Kreis. In den 20 Jahren war sie im Personalamt aktiv, die letzten elf Jahre als Vize-Amtsleiterin in Teilzeit.

„Es ist noch viel im Fluss im Etat“, sagte der Landrat bei der Haushalteinbringung 2019. Am 6. Dezember soll er im Kreistag verabschiedet werden. Gute Nachrichten für die Kommunen: „Aufgrund neuer Erkenntnisse schlagen wir für die Kommunen 2019 eine Einmalzahlung zur Entlastung im Rahmen des Veränderungsdienstes vor.“

Gabi Ammann

Aufwendungen von 344,9 Millionen stehen im Entwurf von Kämmerer Klaus Eckl („Die Kommmunen sind strukturell weiter unterfinanziert“), die Erträge machen 344,4 Millionen Euro aus. Es bleibt ein Mini-Defizit. Sechs von acht Städten und Gemeinden – dazu zählen Gladbach, Burscheid, Kürten, Overath, Rösrath und Wermelskirchen – können bis 2022 den Ausgleich schaffen.

Indes: Santelmann geht ran an den Speck. So bei der „Mobilität“. Das integrierte Mobilitätskonzept sei Grundlage für die diversen Maßnahmen. Bereits im letzten Jahr ging‘s mit einer Offensive im Personennahverkehr mit der Verdichtung von Takten auf 30 Hauptlinien in der Woche los. Jetzt beschloss der Kreistag zusätzliche Verbesserungen am Wochenende. An Samstagen und Sonntagen werden diverse Linien-Takte ebenfalls erhöht und zudem das Nachtbusangebot ausgeweitet. Die Verbesserungen treten zum Dezember-Fahrplanwechsel in Kraft.

Maximales soll aus dem Strukturförderprogramm herausgeholt werden. Die Regionale 2025 steht unter dem Motto „Menschen mitnehmen und beteiligen“. Der Kreis hat sich schon „gut aufgestellt“. Auch auf die Regionale 2025 ging der Landrat ein. Bei der Regionale-Agentur, die ihren Sitz auf dem Zanders-Gelände in Gladbach hat, sind bereits 61 konkretere Projektideen eingegangen, 22 davon sind aus dem Kreis. 151 weitere Ideen, die noch detaillierter ausgearbeitet werden müssen, liegen in einem sogenannten Themenspeicher.

News

CDU-Manager geht nach Essen
Thomas Frank (41) wechselt nach zehn Jahren Tätigkeit als Kreisgeschäftsführer der CDU Rhein-Berg zum Jahreswechsel in die Ruhrgebietsmetropole Essen. Dort haben sich CDU-Kreisvorstand und -ausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, den in Hattingen an der Ruhr lebenden, verheirateten Familienvater von zwei kleinen Kindern zum neuen Kreisgeschäftsführer zu bestellen. Frank freut sich auf die neue Herausforderung.

Kreis für den Klimaschutz
Seit vielen Jahren setzt sich der Kreis mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept dafür ein, den Luftschutz voranzubringen. Ziel: die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030 um 58 Prozent zu senken. Die Entscheidung über eine Fortschreibung trifft der Kreistag Anfang Dezember. Um das Ziel zu erreichen, arbeitet der Kreis eng mit den Kommunen, Bürgern und anderen Akteuren zusammen. Maßnahmen im Bereich Strom, Wärme und Verkehr gehörten zu der Aktivität. Unter www.solare-stadt.de/rbk erfärt man, wie man übers Dach Strom und Wärme bekommen kann. Und das Kreishaus wurde energetisch saniert.

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