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Finanzen + Handwerk

Op de Maat – Unterwegs auf dem Gläbbischer Wochenmarkt

DER WOCHENMARKT – ein ganz besonderer Ort, um kurz in eine andere Welt abzutauchen. Er dient auch heute längst nicht nur der Lebensmittelbeschaffung, sondern ist für viele Besucher Treffpunkt für gute Gespräche. Wir haben uns mal an einem Samstagvormittag auf dem Gladbacher Wochenmarkt umgeschaut.

VON ALEXANDRA BURGER

Was hat es mit dem Beruf des Marktbeschickers auf sich? Sind die Produkte wirklich von anderer Qualität als die aus dem Supermarkt? Und wie regional kann dort eingekauft werden?

Markthändler Schlaghecken macht sich selbst ein Bild von der Qualität seines Spargels.

Ein ganz normaler Samstag. Der Konrad-Adenauer-Platz ist voll. Voll von Ständen, an denen die unterschiedlichsten Leckereien angeboten werden. Und voll von Menschen, die unterwegs sind, ihre Körbe zu füllen. Beispielsweise beim Obst- und Gemüsehändler Friedhelm Schlaghecken. Er hat einen riesigen Stand und ist gerade dabei, die Erdbeeren zu sortieren. „Die kommen direkt vom Bauern“, erklärt er. Sein Tag hat heute bereits um 23.30 Uhr begonnen, denn die ausgelegte Ware hat der Händler vor Marktbeginn beim Großmarkt besorgt. Seine Produkte sind aus Meckenheim, Leichlingen und Pulheim, also regional. Wer auf dem Wochenmarkt arbeitet, müsse dafür geboren sein, sagt er, denn es sei sehr stressig. „Man darf keine Angst vor der Arbeit haben“, betont Schlaghecken. Er ist in den Job hineingeboren, seine Mutter hat den Gladbacher Markt damals mit aufgebaut. Dort Händler zu sein bedeutet, einen 16-Stunden-Tag zu haben. Bei vier Markttagen macht das zusammen 60 bis 70 Stunden. Gegen Mittag werden manche Lebensmittel, die sich nicht so lange halten, günstiger. Und das, was übrig bleibt, holt die Tafel ab.

Imker Hausstätter schätzt es, soziale Kontakte auf dem Wochenmarkt zu pflegen.

Heinrich Hausstätter ist Imker und Pensionär. Er betreibt seinen kleinen Stand am Rande des Wochenmarktes aus Spaß am Hobby und um soziale Kontakte zu pflegen. Das ist für ihn sowieso das A und O, auch für die Marktkunden. „Denn es ist nicht anonym“, so Hausstätter. Sein Honig ist nicht immer regional. „Man muss die Bienen da hinbringen, wo die Tracht ist“, erklärt er. Bienen können von alleine nur drei Kilometer weit fiegen. Daher werden sie zu den Blüten gebracht. Und weil immer andere Blüten da sind, schmeckt der Honig auch jedes Jahr anders. Hausstätter verkauft teilweise seine eigenen Produkte, kauft bei anderen Imkern, die er allerdings kennt, zu. Neben Honig bietet der Hobby-Imker eine Creme gegen Hautirritationen, Met oder Senf an.

Für Schmitz von „Robbe Wild und Geflügel“ steht Frische an erster Stelle.

Wer regionales Wild und Geflügel sucht, ist bei Dieter Schmitz am Stand von Robbe Wild und Geflügel richtig. Sein Geflügel kommt von einer Erzeugergemeinschaft aus dem Münsterland, das Wild aus dem Bergischen und der Eifel. Bei Schmitz werden die Tiere selbst zerlegt. „Unser Fleisch ist täglich schlachtfrisch, keine zwölf Stunden alt“, betont Schmitz. Die Auswahl ist saisonal: Spargelschinken oder ausgefallene Wild-Bratwürstchen locken die Kunden, die sich in die Schlange einreihen. Händler Schmitz findet den Gladbacher Markt schön und kompakt. „Nur die Parkplatzsituation könnte besser sein“, bedauert er und schlägt parkgebührfreie Markttage vor.

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