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Leben + Geniessen

Rin in die Kartoffeln: Eine heiße Liaison mit Laura und Annabelle

Pünktlich zur Spargel-Saison kommen die ersten rheinischen Kartoffeln des Jahres in die Läden. Doch was können Annabelle und Co?

VON CARMEN SADOWSKI

Es gibt wohl kaum ein Lebensmittel, das für Deutschland typischer ist. Unsere Lieblingsspeise ist die Kartoffel. Bei einer guten Kartoffel wird das Steak zur Nebensache, sagen die Bauern. Gemeint ist so eine wie die Annabelle. Die festkochende Frühkartoffel gehört zu den meistverkauften Sorten. Fein und zart im Geschmack eignet sie sich für Pellkartoffeln und Kartoffelsalat.

Denn Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Die eine ist mehlig, die andere fest. Da fragt man sich, welche Sorte zum Beispiel die ideale Bratkartoffel ist. So mancher Bauer empfiehlt die vorwiegend festkochende Leyla. Mit ihrem aromatischen Fruchtfleisch eignet sie sich auch prima für Gratin. In den vergangenen Jahren hat zudem die festkochende gelbfleischige Cilena immer mehr Liebhaber gefunden. Sie eignet sie sich für Reibekuchen, aber auch als Auflaufkartoffel.

Ein kräftiger Geschmack zeichnet die vorwiegend festkochende Gloria aus. Mit ihrer Konsistenz macht sie im Eintopf eine gute Figur. Und ab September findet die rotschalige Laura ins Geschäft. Leicht mehlig und cremig im Geschmack, eignet sie sich für Aufläufe und als Ofenkartoffel.

So sehr sie sich auch unterscheiden: Die Kartoffel trägt fast immer einen weiblichen Namen. Die einfachste Erklärung ist wohl, dass der weibliche Artikel „die“ Kartoffel ist. Eine andere besagt, dass der Züchter die Kartoffel nach seiner schönsten Tochter benennt. Fest steht, dass 90 Prozent der Knollen Frauennamen tragen. Um für Gleichberechtigung in der Kartoffelkiste zu sorgen, hatte ein Berliner Koch sogar eine Petition eingereicht: Der Bundestag möge doch bitte beschließen, dass es genauso viele männliche wie weibliche Namen geben solle. Allerdings scheiterte die Mission mangels Unterstützern. Deshalb gibt es neben der frühen Angela bis heute keinen mehligen Horst.

Feines Spargelcremesüppchen

Zubereitung

Spargel schälen, in vier Zentimeter lange Stücke schneiden, in einen Topf geben und die Brühe zugießen. 25 g Butter und Zucker zugeben. Aufkochen. Spargel etwa 15 Minuten lang bissfest garen. Einige Spargelstücke herausnehmen und beiseite stellen. Die restlichen Spargelstücke pürieren. Durch ein Sieb streichen.

Zwiebel hacken, in der restlichen Butter glasig dünsten. Mehl darüber stäuben. Unter Rühren goldgelb anschwitzen, mit Wein ablöschen. Die Suppe unterrühren, erhitzen, Spargelstücke zufügen. Zwei Eigelb mit 125 ml Sahne verquirlen, restliche Sahne steif schlagen. Suppe vom Herd nehmen, Ei-Sahne-Mischung in die nicht mehr kochende Suppe rühren.

Schnittlauch in Röllchen schneiden. Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitrone abschmecken. Mit der aufgeschlagenen Sahne und Schnittlauch servieren.

Zutaten für 4 Portionen:

- 1 kg Spargel
- 50 g Butter
- etwas Zucker
- 1 l Gemüsebrühe
- 1 EL Mehl
- 1/2 Zwiebel
- 2 Eigelbe
- 200 ml Sahne
- 250 ml Weißwein
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zitronensaft, Schnittlauch

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