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So funktioniert Betriebliches Gesundheitsmanagement

GESUNDHEITS-SPEZIAL. Tipps für mehr Bewegung und ein paar Äpfel für die Kaffeepause machen noch kein Betriebliches
Gesundheitsmanagement (BGM) aus. Sie können aber sehr wohl Bausteine der Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sein, die nur eine von drei großen Säulen im BGM ist.

Im Jahr 2004 formulierte die Expertenkommission Betriebliche Gesundheitspolitik der Bertelsmann-Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung die heute anerkannte Definition, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) das „systematische und nachhaltige Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Strukturen und Prozessen und um die gesundheitsförderliche Befähigung der Beschäftigten“ sei.


Das BGM ruht dabei auf drei Säulen:

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz dient zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und sogenannter Berufskrankheiten. Hierzu zählt unter anderem eine Risikobewertung möglicher Gefahren und Krankheitsrisiken wie auch der technische Schutz und die „Awareness“, also das situationsbezogene Bewusstsein für mögliche Risiken und die Prävention.
Das Berufliche Wiedereingliederungsmanagement (BEM) soll Mitarbeiter unterstützen, Arbeitsunfähigkeiten zu überwinden und Fehlzeiten zu vermeiden. Dazu gehört auch die Wiedereingliederung von chronisch erkrankten Mitarbeitern, denen zum Beispiel durch individuelle Arbeitszeitmodelle, angepasste Aufgaben und Leistungsziele sowie organisatorische und technische Hilfsmittel eine Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht werden soll.

Neben Bausteinen der Personalstrategie und betrieblichen Organisationsentwicklung bietet die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ein besonders großes Potential, die Gesundheit und Gesunderhaltung von Mitarbeitern zu fördern. Aktion und Prävention sind die beiden wichtigsten Bausteine: Mehr Bewegung am Arbeitsplatz, die Förderung von Bewegungs- und Sportangeboten, gesündere Ernährung zählen ebenso dazu wie die Verhaltensprävention, die Mitarbeiter für Gesundheitsthemen und deren positive Effekte begeistern soll.

Das Fundament des Drei-Säulen-Modells bildet die Unternehmenskultur und damit verbunden auch die Bereitschaft, die Gesamtheit der Maßnahmen als Vorteil und nicht nur im Rahmen einer gesetzlichen Pflicht zu verstehen, wie es beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sehr straff geregelt ist. Bereitschaft und Engagement der Unternehmen sind dabei sehr heterogen. Das zeigen auch Umfragen großer Krankenkassen wie der AOK, der Techniker Krankenkasse oder der Pronova BKK: Etwa jeder dritte Betrieb in Deutschland habe bislang kein einziges gesundheitsförderndes Angebot für seine Mitarbeiter implementiert. Ein strategisches Betriebliches Gesundheitsmanagement finde in erster Linie in Großkonzernen statt, die allerdings nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden gerade einmal rund ein Prozent der deutschen Unternehmenslandschaft ausmachten.

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