Direkt zum InhaltDirekt zur Hauptnavigation
Aktuell

Steuerverbrauch: 0,30 Euro pro Kilometer

STEUERTIPP. So können Sie Handwerkerleistungen steuerlich absetzen:

Christian Servos
Dipl.-Kfm Steuerberater und Gründercoach

Servos Winter & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft
Odenthaler Straße 213 – 215
51467 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 933030
www.servos-winter.de

VON FELIX KRAUSE


Wer täglich lange Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz auf sich nimmt, wird hierfür, aufs Jahr hochgerechnet, hohe Kosten tragen. Dank § 9 EStG lässt sich zumindest ein Teil hiervon im Rahmen der Steuererklärung zurückholen.

Entfernungspauschale
Unabhängig davon, ob Sie Ihren Arbeitsweg mit einem privaten PKW, einem gestellten Firmenwagen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß beschreiten, erkennt das Finanzamt eine Pauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der einfachen Wegstrecke zu Ihrer ersten Tätigkeitsstätte als Werbungskosten an. Einfache Wegstrecke bedeutet, dass pro Arbeitstag nur der Weg zur Arbeit, jedoch nicht der Heimweg angesetzt werden darf. Die doppelte Wegstrecke wäre bspw. bei Dienstreisen, bei denen andere Arbeitsorte als die erste Tätigkeitsstätte aufgesucht werden, oder bei Wegen zu beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen ansetzbar.

Grundsätzlich ist bei der Ermittlung der Wegstrecke die kürzeste Straßenverbindung zu wählen. Fahren Sie jedoch regelmäßig eine längere Strecke, die nachweislich verkehrsgünstiger ist und ein schnelleres Erreichen der Arbeitsstätte ermöglicht, wird auch diese Strecke vom Finanzamt akzeptiert, es sei denn, es handelt sich um eine Bahnverbindung. Dann bleibt weiterhin die kürzere Straßenverbindung anzusetzen.

Maximal 4.500 Euro pro Jahr
Die Entfernungspauschale ist auf 4.500 Euro jährlich gedeckelt. Hiervon gibt es jedoch einige Ausnahmen.

Die Nutzung eines privaten sowie eines gestellten PKWs erlaubt Ihnen, den Höchstbetrag von 4.500 Euro zu überschreiten. Auch wenn Sie jobbedingt zwei Haushalte führen und wöchentlich eine Familienheimfahrt antreten, wird die Höchstgrenze ausgehebelt.

Da grundsätzlich die Pauschale von 0,30 Euro/Kilometer angesetzt wird, ist ein Sammeln von Belegen nicht nötig, kann sich jedoch insbesondere dann lohnen, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Taxi nutzen und die tatsächlich angefallenen Kosten höher sind als die Pauschale. Auch in diesem Fall dürfen die tatsächlichen Kosten den Pauschalhöchstbetrag übersteigen und in voller Höhe angesetzt werden.

Lohnsteuer-Ermäßigung
Wer berufsbedingt jährlich über 600 Euro für Kraftstoffe oder Nahverkehrsnutzung ausgibt und Werbungskosten über 1.000 Euro
hat, kann einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen. Dieser kann bis Ende November eines jeden Jahres beim Finanzamt eingereicht werden und hat eine Gültigkeit von bis zu zwei Jahren. Auf diese Weise sichern Sie sich ein höheres Nettoeinkommen zur Deckung der laufenden Fahrtkosten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuell

„Die Kraft des Glaubens“

STADTGESPRÄCH. Pfingsten gilt als das Geburtsfest der Kirche. Doch es gibt Probleme bei den Kirchen: Eine aktuelle Studie der Uni Freiburg prognostiziert den beiden großen christlichen Kirchen bis 2060 ein Rückgang der Gläubigen um 50 Prozent. Ein Stadtgespräch mit Pfarrer Thomas Werner und Pastor Norbert Hörter:mehr Informationen

Aktuell

Das Kleefeld klingt und swingt

An der Realschule Kleefeld ist die musische Ausbildung fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Am 28. und 29. Juni ist das bei den großen Schulkonzerten zu erleben. Der Eintritt ist frei. mehr Informationen

Aktuell

Durch Altersvorsorge schon in jungen Jahren sparen

STEUERTIPP. Die Kosten der Altersvorsorge können steuerlich geltend gemacht werden.mehr Informationen

Aktuell

Verletzungen durch Motorradunfall

RECHTSTIPP. Sind Motorradfahrer ohne Schutzkleidung an ihren Unfallverletzungen mitschuldig?mehr Informationen

Aktuell

Frauen an der Macht

KOMMUNALPOLITIK. Während in ganz Deutschland der Frauenanteil in der Kommunalpolitik als zu gering angesehen wird, sind Frauen im Gladbacher Stadtrat mit einer Quote von über 32 Prozent gut vertreten.mehr Informationen

Aktuell

Massive Konzentration im Handwerk

Die Qualität von inhabergeführten Bäckerei- und Fleischereibetrieben ist nach wie vor sehr hoch. Trotzdem schließen immer mehr Betriebe. Nachwuchskräfte sind kaum noch für das Handwerk zu gewinnen.mehr Informationen