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Leben + Geniessen

Urlaub im Winter – hier geht es in die Sonne

Fernweh. Lust auf Sonnenbaden? GL KOMPAKT Tipps: Von Winterwetter, wie wir es kennen, hat man in diesen Orten noch nie etwas gehört. Bilderbuchstrände gibt’s inklusive.

VON CARMEN SADOWSKI

In der Hängematte dösen, unter blauem Himmel eine fremde Stadt entdecken oder den lieben langen Tag durch exotische Landschaften wandern. Herrlich!

Kaum wird hierzulande die Weihnachtsbeleuchtung angeknipst, träumen viele schon wieder vom Sommer. Wer im Winter an Urlaub in warmen Gefilden denkt, dem fallen meist zunächst die weißen Traumstrände in der Karibik ein. Doch wer eine oder zwei Wochen bei strahlendem Sonnenschein verbringen möchte, findet auch preiswertere oder nahegelegene Urlaubsziele.

Inka-Stadt Machu Picchu

Hochkultur und Reiten in Südamerika

Wäre es nicht toll, den Winter im T-Shirt in Amerika zu verbringen? Kalifornien oder gar Hawaii sind schön. Wären da nur nicht die astronomischen Preise. Aber es gibt ja nicht nur die USA. Südamerika gilt in Sachen Lebenshaltungskosten insgesamt als günstig. Da wäre zum Beispiel Peru, mit durchschnittlich kuscheligen 25 Grad. Die Hauptstadt Lima bietet interessante Architektur und viele Museen. Und nur wenige Autostunden entfernt liegt eine der bedeutendsten historischen Stätten der Welt, die Inka-Stadt Machu Picchu. Oder schon mal an Urugay mit seinen Thermalquellen im Nordosten des Landes gedacht? Pferdezucht hat dort eine lange Tradition, ideal für Reiturlaub.

Die wohl weißesten Strände Thailands bietet das Inselparadies Koh Lipe

Reise in das Land des Lächelns

Tropische Strände, buddhistische Bauten, kunterbunte Unterwasserparadiese und dazu noch diese köstliche Küche. Kein Wunder, dass Thailand zu den beliebtesten Reisezielen gehört. Doch trotz des Andrangs zählt „das Land des Lächelns“ noch immer zu den kostengünstigsten Urlaubsländern der Welt. Selbst in der quirligen Millionen-Metropole Bangkok kommt man mit 15 Euro am Tag zurecht. Jetzt pendeln sich die Temperaturen im Schnitt auf angenehme 27 Grad ein. Ab Dezember bis Ende Februar sind viele Strände rappelvoll mit Menschen. Allerdings bietet die Heimat der Tempel immer noch viele versteckte Schönheiten abseits der üblichen Pfade. Tatsächlich gibt es sogar in der Touristenhochburg Phuket noch einsame Strände. Einer davon ist der Mai Khao Beach.

Schon einmal von Koh Jum gehört? Die Insel, östlich von Phuket gelegen, ist nur wenigen bekannt. Deshalb kann es vorkommen, dass man an den Stränden keinem anderen Menschen begegnet. Und auf der Insel Koh Mak leben ohnehin nur wenige Menschen. Das Eiland ist so winzig, dass man es zu Fuß umrunden kann. Nachtleben und große Hotelanlagen? Fehlanzeige. Dafür gibt es jede Menge Ruhe, freundliche Bewohner und unberührte Strände.

Zauberhaftes Madeira

Im Atlantischen Ozean wartet eine Landschaft, die sprachlos macht. Das portugiesische Madeira begeistert mit einer sagenhaften Pflanzenwelt und Bergen, deren Gipfel bis zu 1800 Meter in die Höhe ragen. Ein Paradies für Radfahrer und Wanderfreunde, das man im Winter gefühlt für sich alleine haben kann.

Wer sich gerne in der Abgeschiedenheit in einer exotischen Natur bewegt, ist auf der Blumeninsel bestens aufgehoben. Wanderwege satt und Temperaturen um 22 Grad bieten tolle Möglichkeiten für einen sportlichen Urlaub. Übrigens: Berühmtester Sohn der Insel ist Cristiano Ronaldo.

Weinregion La Geria

Die letzten Geheimnisse von Gran Canaria

Dass man für einen Badeurlaub im Winter nicht weit reisen muss, beweisen die Kanarischen Inseln. Etwa viereinhalb Stunden Flugzeit entfernt herrschen Temperaturen um 23 Grad. Der Hotspot Gran Canaria ist für Remmidemmi bekannt. Doch abseits des Massentourismus offenbart die Insel ihre idyllische Seite: Nur wenige Urlauber besuchen die traditionellen Bergdörfer im Hinterland. Eines der schönsten ist Tejada, wo man in Wohnhöhlen übernachten kann. Ein Highlight im Norden: Das Städtchen Arucas mit der ältesten Rum-Destillerie in Europa, die besichtigt werden kann.

Auf der Nachbarinsel Lanzarote zieht es Kenner in die Weinregion La Geria. Den Bewohnern ist das Kunststück gelungen, Landbau ohne Bewässerung entdeckt zu haben. Hunderttausende Trichter überziehen die Lavalandschaft und in jedem davon steckt eine Rebe! Und eine Tour auf den 3718 Meter hohen Vulkan Teide auf Teneriffa ist in jeder Hinsicht einer der Höhepunkte der Kanaren.

Ein Geheimtipp ist die kleinste der Inseln, El Hierro. Nur 10.000 Menschen leben auf dem Felskrümel, es gibt keine Shoppingmalls, nicht einmal eine Ampel. Dafür gibt es Wanderwege, auf denen man an natürlichen Salinen vorbeilaufen kann. Es gibt Menschen, die gerne feiern und fangfrischen Fisch. Am westlichsten Punkt der Insel steht der Leuchtturm Faro de Orchilla –
zu Kolumbus‘ Zeiten glaubte man, hier sei die Erdscheibe zu Ende.

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