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Gesundheit

Zahl der Organspende auf Tiefststand seit 20 Jahren

Tag der Organspende: Im EU-Vergleich bleibt Deutschland weiterhin nahezu Schlusslicht.

Seit nunmehr 36 Jahren ist der erste Samstag im Juni als Aktionstag dem Thema Organspende gewidmet. Ein Tag zum Feiern ist es wahrlich nicht: 2.867 Organe wurden im Jahr 2017 bundesweit transplantiert, um schwer kranken Patienten ein neues Leben zu ermöglichen.

Damit bildet Deutschland im Vergleich der europäischen Länder nahezu das Schlusslicht bei den Organspendezahlen, teilt die Deutsche Stiftung Organtransplantation gemeinsam mit Patientenverbänden und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit: „In 2017 ist die Anzahl der Organspender sogar auf einen Tiefstand der vergangenen 20 Jahre gesunken. Warum tun wir uns in Deutschland immer noch so schwer mit diesem Thema, das Leben retten und verlängern kann, wenn ein anderes zu Ende gegangen ist?“ 257 Herzen, 309 Lungen, 1.364 Nieren wurden im vergangenen Jahr als sogenannte Nicht-Lebendspende transplantiert. Zeitgleich standen 703 Herz-, 377 Lungen- und 7.620 Nierenerkrankte allein in Deutschland auf der Eurotransplant-Warteliste. Die Gründe für den sogenannten „Organmangel“ sind vielfältig: Patientenverbände kritisieren fehlendes Bewusstsein für das Thema in vielen Krankenhäusern.

Hinzu kommt: Für die juristisch wie medizinisch genau geregelte Entnahme der Organe muss der Hirntod des Patienten festgestellt werden – ein Zustand, der im klinischen Alltag eher eine Ausnahme als die Regel ist. Und schließlich ist auch die Zahl der Menschen, die einen Organspendeausweis nutzt – unabhängig davon, ob eine Organspende damit genehmigt oder untersagt wird – stetig sinkend.

Informationen und Ausweise gibt es unter
www.organspende-info.de

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